Hysterisches Kaiserschnittgejammer

Herrje Kaiserschnittmütter,

ihr konntet also eure Babys nicht mittels Regenbogenwehe im Lotussitz herauslächeln, sondern wurdet per chirurgischer Intervention entbunden?

Habt ihr wirklich keine anderen Sorgen, als hier mit euren lächelnden, gesunden Kindern im Arm auf hohem Niveau zu jammern?

Es ist ein Segen, dass Frauen heute die ganze schulmedizinische Bandbreite einer Entbindung zur Verfügung steht, und ihr benehmt euch, als würde ein Fluch auf deutschen Kreißsälen lasten.

Dieses ewige „Ich-fühl-mich-um-die-Geburt-betrogen-Mimimi“ nervt.
Der Kaiserschnitt hat euch und euren Kindern das verdammte Leben gerettet!

Also seid endlich dankbar und hört auf zu jammern, ihr First-World-Problems-Wöchnerinnen!

Euer allgemeiner Tenor

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Hallo allgemeiner Tenor,

keine Ahnung, warum Du immer gleich annimmst, alle Befürworter der natürlichen Geburt würden automatisch die Schulmedizin ablehnen. Nicht einmal im Traum möchte ich nackt auf einer Waldlichtung mit einem Stück Leder zwischen den Zähnen ein Kind gebären.

Der Kaiserschnitt ist zweifelsohne eine der wichtigsten medizinischen Errungenschaften. Aber darf nicht auch der Herzinfarktpatient mit den invasiven Maßnahmen hadern, obwohl sie ihm das Leben gerettet haben?

Auch eine lebensrettende Intervention kann als Akt der Gewalt empfunden werden, ein Gefühl der Leere hinterlassen oder irrationale Schuld- und Versagensgefühle auslösen.

Außerdem sollten wir nicht vergessen, dass neben den wirklich echten, dramatischen Notfällen der lebensrettende Kaiserschnitt in vielen Krankenhäusern wie Freibier ausgeschenkt wird.

Einen Euro für jede Schwangere, der mit Blick auf die Bundweite ihrer Jeans ein zu schmales Becken attestiert wurde (mein eigenes übrigens eingeschlossen, und trotzdem kam das zweite Kind mit Ohren zur Welt).

Wenn Du also das nächste Mal deinen Kopf über First-World-Problems-Wöchnerinnen schüttelst und mit „Hauptsache gesund“ ihren Schmerz, ihre Ängste oder die Trauer über eine anders verlaufene Geburt herabwürdigst, dann geh vorsichtshalber in Deckung.

Es könnte nämlich sein, dass sie zum Gegenschlag ausholen.
Auf deine unwissende Nase. Du Arschloch!

Deine #Kaiserschnitten

 

Für alle Mütter, denen die Angst um das eigene und das Leben ihres Kindes immer wieder aufs Bett kommt.

Für alle Frauen, die andere Mütter für einen Wunschkaiserschnitt verachten. Es geht euch einen feuchten Kehricht an, wieso und warum andere Frauen per Sectio entbunden haben.

Für meine Arbeitskollegin, die als Reaktion auf meinen Kaiserschnitt sagte: „Schon wieder eine, die ihr Kind geschenkt bekommen hat“. Ich weiß, Du hast es nicht böse gemeint, aber ich habe mir deshalb auf dem Heimweg die Augen aus dem Kopf geheult.

Für euch Hebammen, die ihr jeden Tag ermutigt, anfeuert, beruhigt, aufklärt, umsorgt und tröstet. Die ihr mittlerweile mehr Aufarbeitungs- als Geburtshilfe leisten müsst. Ich hoffe inständig, dass ihr nicht aussterben müsst.

Aber auch für alle Hebammen, die Kaiserschnittmüttern eine Nachsorge 2. Klasse zukommen lassen. Was immer euch dazu bewegen mag, lasst es sein, denn es ist schrecklich!

Und zu guter Letzt für Liz, die den Anstoß zu diesem Beitrag gegeben hat. Die das Kiddo „unter Heulen und Zähneklappern“ geboren hat, immer noch wütend auf ihre äußerlich verheilte und dennoch schmerzende Narbe ist und nun hier Eure Geschichten und Narbenbilder sammelt.

78 Gedanken zu „Hysterisches Kaiserschnittgejammer

  1. Ich wollte nie dazu gehören, weil ich dachte, ich würde zum ersten Teil gehören der jammernden gehören.. alles sollte möglichst natürlich passieren.. dann wurde es ein KS und heute gehöre ich gerne zu den „Kaiserschnitten“ 🙂 .. und auch Zwerg2 wird geschnitten.. sofern das Universum nicht was anderes entscheidet 🙂 habe nämlich gemerkt, dass natürliche nix für mich ist..

    Und mir ist herzlich egal, wie andere ihr Kind bekommen, solange es ihnen und dem Kind dabei gut geht..

    LG Nicola

  2. Traurig über so viel Dummheit und Ignoranz, schockiert darüber, wie Mütter sich gegenseitig so fertig machen, dankbar für deine verteidigenden Worte! Tränen kämpfen sich die Bahn…

  3. DANKE. Auch von mir. Das ist mit das beste, treffendsten, bewegendste was ich zu dem Thema je gelesen habe.

  4. Sehr gut geschrieben, danke. Ich konnte meine Kinder zwar normal gebären, aber wenn eines meiner Babies während der Geburt auch nur einen einzigen komischen Herzschlag gehabt hätte, wär ich sofort auf den OP-Tisch gehüpft!

  5. Deine Arbeits“kollegin“ gehört durchgeschüttelt! ich hatte zwei Kaiserschnitte und habe dabei nix „geschenkt“ bekommen. Der KS schmerzt genauso wie die „natürliche“ Geburt. Danke für Deinen wunderbaren Text. Freue mich, Dich am Freitag persönlich kennenzulernen <3!

  6. Hat dies auf Mama I und Mama J rebloggt und kommentierte:
    Echt lesenswert. Es gibt so viele Seiten einer Medaille. Und ich denke ich werde auch ein Narbenbild an Liz senden. Die tapferen, stolzen Überbleibsel Mini Me’s Bauchgeburt.

  7. Danke! Wir Kaiserschnitten dürfen froh sein, mehr oder weniger gesund mit unserem lächelnden Kind hier zu sitzen. Trotzdem dürfen wir hadern und niemand anders hat sich darüber ein Urteil zu bilden. Ich habe mir erlaubt, zu rebloggen. Beste Grüße 😊

  8. Liebe Andrea! Vielen Dank für deinen treffenden Beitrag. Es ist und bleibt mir ein Rätsel, warum man sich als Mutter ewig den Wertungen von aussen stellen muss:
    „Hat ihr Kind per Kaiserschnitt bekommen – hats auf „natürlichem“ Weg nicht geschafft. Stillt nicht – schadet ihrem Kind physisch und psychisch. Und tragisch – sie arbeitet 40h – Rabenmutter.“

    Warum tun wir uns das gegenseitig an? (Solche Sprüche kommen in 99 Prozent der Fälle von anderen Frauen – Männer lässt das Thema meist ziemlich kalt) Was macht uns soviel besser, dass wir den Lebensentwurf der Mutter neben uns kritisieren dürfen?

    Liebe Grüße von einer Mama, die ihr Kind ohne Kaiserschnitt geboren hat – statt regenbogenfarbem Lotussitz gabs allerdings hohen Blutverlust, eine Stunde „nachnaehen“ und meine Gallenblase hats mich auch gekostet.

  9. Ich bin froh um meinen Kaiserschnitt… nach 24 h unproduktiver Wehentätigkeit und Absacken der Herztöne meine Kindes, konnte ich kaum abwarten, dass ich endlich erlöst werde… Ohne Kaiserschnitt wäre mein Kind und ich verstorben (mehrfach die NS um den Hals, falsche Lage)…

    Bei Kind 2 hatte ich einen geplanten KS, da es sich abzeichnete, dass es wahrscheinlich wieder zu Komplikationen käme… es war eine wunderschöne Sectio, die mich für das erste Drama wirklich entschädigte…

    Was mir nach der ersten Geburt eher zu schaffen machte, war die teilweise lieblose Art, mit der ich in der Klinik behandelt wurde und weil es nun mal halt nicht auf Anhieb schaffte zu stillen… O-Ton der Ki-Krankenschwester „Das Kind wird auch mit Flasche groß“… ich war zu fertig und traumatisiert, dass ich dem nicht viel entgegensetzen konnte…

    Bei Kind Nr. 2 habe ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen und mein Kind trotz niedrigem Geburtsgewicht (2900 g) nicht gewogen und immer bei Bedarf angelegt… und siehe da, es hat alles wunderbar geklappt…

    Ich darf aber jedem gerne auch „das Stillbuch“ von Hannah Lothrop ans Herz legen, es hat mir sehr geholfen… selbst meine Bettnachbarin konnte von meinen Erkenntnissen und Tipps aus diesem Buch noch profitieren… wir haben beide keinen Milcheinschuss gespürt…

    ich kann es natürlich nicht vergleichen, aber ich denke ein KS ist sicher nicht der einfache Weg… manchmal aber der einzig Richtige… wenn es die Indikation dafür gibt… und nicht leichtfertig entschieden wird…

    viel wichtiger finde ich, dass ich mich gut aufgehoben fühle… ernst genommen und gut versorgt… ist halt in den Kliniken teilweise nicht so der Fall, muss ja überall gespart werden… natürlich auch am Personal… und dann ist der Schlüssel oft nicht so ideal…

    meine Kinder sind nun fast groß… selbst die negativen Erinnerungen verblassen mit der Zeit… wenn ich heute noch mal könnte, würde ich gerne Hebamme werden… einfach um den Frauen zu helfen… schade, dass dieser Beruf so wenig honoriert wird, dass man davon leben kann…

  10. Liebe Andrea,
    Zuallererst, du fehlst auf Twitter und Facebook. Das aber nur am Rande.
    Zweitens, Aufregung, Verstehen und dann Kopfnicken bis es weh tut.
    Ich habe fertig.
    Liebste Grüsse

  11. Es geht nicht darum, ob eine Frau mit Kaiserschnitt, spontan, mit PDA oder ohne, im Krankenhaus oder zuhause ihr Kind bekommt. Es geht darum, dass sie unter der Geburt, in der Schwangerschaft und im Wochenbett mit der ihr zustehenden Würde behandelt wird. Dass sie selbst bestimmt, was für sie und ihr Kind das Richtige ist. Dass sie nicht zu Dingen gedrängt wird, die sie eigentlich nicht möchte, weil Ärzte aus Angst vor Klagen nur ihren eigenen Arsch und nicht das wirkliche! seelische! körperliche! Wohlergehen der Mutter und des Neugeborenen im Kopf haben. Solange Frauen unter der Geburt nicht gehört werden und die Ärzte es sich herausnehmen, sich Einverständniserklärungen über das Ausmalen von Horrorszenarien zu erschleichen, ist die Geburtshilfe keine Gute. Da müssen wir alle zusammenstehen, ganz egal, wofür wir uns hoffentlich selbstbestimmt entschieden haben. Für eine SELBSTBESTIMMTE, WÜRDEVOLLE GEBURT, bei der Frauen nicht entmündigt und überfahren werden. Fertig.

  12. Sowas dummes kann nur jemand schreiben der keine Ahnung davo hat. Ich leide unter meinem Ks, binde es nicht jedem auf die Nase aber mache auch keinGeheimnis daraus. Mal drüber nachgedacht das es die unterschiedlichsten Gründe für ein Ks Gibt ? Das auch ein ks schmerzhaft ist. ???? Meiner fand in der 34 ssw statt und war konnte noch garnicht verstehen was da so schnell gerade passiert. Dein Kommentar zeigt das du nicht die hellste Kerze auf der Torte bist.

  13. Und wieder stelle ich mir die Frage wieso wir uns gegenseitig nicht die Butter auf dem Brot gönnen. Anstatt die Erfahrungen anderer anzunehmen und darüber nachzudenken, gehen wir Mütter sofort in den Verteidigungs Modus. Man mag ja schon gar nicht mehr erzählen wenn man mit zwei oder mehr Frauen zusammen steht, aus Angst irgendjemand könnte seine Meinung und Einstellung angegriffen sehen. Sollten wir für uns nicht mehr Verständnis haben?

  14. In erster Linie geht es um den Respekt und die Toleranz, den sowohl die Kaiserschnitt-Gebährenden als auch die natürlich Gebährenden verdient haben. Traurig, dass man sich so anfeinden muss. Am Ende wollen wir alle ernst genommen werden und verstanden fühlen.

  15. Ich selbst habe keine Sectio erlebt, aber viele meiner Freundinnen.
    Wenn diese ihr wirklich öfter mal vorhandenen Gefühle von „MInderwertigkeit gegenüber vaginalgeburtserprobten Müttern“ verbalisieren, dann gebe ich gern folgenden historischen Senf dazu:

    „Im Mittelalter kam bei Geburtsstillstand der Schlachter zu Hilfe. Eine Sectio geschah nach dem Tod der Mutter, um die noch ungetaufte Kinderseele zu retten und taufen zu können. Im Reich der wunderbar natürlichen Geburten sterben Frauen und/oder die Kinder während derselben in jenen Situationen, in denen wie First-World-Moms in den OP gefahren werden. Es gibt nichts Verwerfliches am Kaiserschnitt.“

    Und trotzdem glaube ich, dass eine OP schockierend und beraubend sein kann. Ich habe immer gehofft, dass ich keine Sectio benötigen würde. Und ich hatte Glück – so zumindest sehe ich das für mich persönlich.

    Diese Kriegsveteranen-Mentalität, in der man Schmerzen/Dauer/Blutmenge und was-weiß-ich vergleicht ist so daneben, dass ich es gar nicht ausdrücken kann. Da kompensiert man mal wieder auf Kosten anderer die Infragestellung seiner eigenen Leistung et cetera.

    Es gibt inzwischen so viele „Kaiserschnitten“ (charmant!), dass ich nicht verstehe, wieso man nicht mit Verständnis aufeinander reagiert …

  16. Ich bin keine Kaiserschnitte und durfte drei wundervolle (aber scheiß schmerzhafte, lange) Geburten in wundervoller Umgebung erleben.
    Gerade deshalb kann ich es verstehen, wenn Kauserschnittlerinenn hadern, traurig sind, sich schlecht fühlen.
    Wie wäre es mal mit Zuhören und den Anderen in seinen Sorgen Ernst nehmen. Ohne „Ja, aber…“
    Für die Kollegin: hat sie selbst Kinder? Weiß sie, daß eine Sectio eine OP ist? Mit Schmerzen und allem drum und dran???

    Liene Grüße
    Suse

  17. Ich finde, du bist ein wunderbar helles und unglaublich warmes und herzliches Licht auf der Torte und ich freue mich sehr über deinen wunderbar starken Schein! DANKE!!!

    Eine Mama mit einer leider nicht schönen Sectio wegen Schieflage und anschließend zwei wundervollen natürlichen Geburten.

    Leben und Leben lassen…!

  18. Hatte mit meinen Zwillingen in der 34. Ssw einen notkaiserschnitt mit vollnarkose nach blasensprung, ich hätte sehr gerne eine natürliche Geburt gehabt, selbst mit zweien, leider hat sich Junior (führend) nicht gedreht… Ich hatte (und habe noch!) sehr mit dem ganzen zu kämpfen, nicht nur dieser wahnsinnigen Schmerzen, häufige Kreislaufzusammenbrüche in Folge der Vollnarkose, zusätzlich die Kinder weil klein und frühgeboren auf intensiv, für mich ohne Möglichkeit sie zu sehen weil ich erst am dritten (!!!) Tag aufstehen konnte ohne kreislaufzusammenbruch. Wochenlang noch Schmerzen beim laufen, liegen und sitzen gehabt. Ich habe garantiert nix geschenkt bekommen bei dieser Geburt. Selbst um die wehen bin ich nicht drumrum gekommen (zugegebener maßen auf die Presswehen ja schon)…

    Auch wenn deine Mutter mit dir schimpft – ich danke dir für das arschloch 🙂

  19. <3 Tausend kitschige rote Herzen für Dein Mitmachen, allerliebste Andrea. Freu mich gerade sehr sehr sehr. So richtig mit Rührung und all that jazz. Das wird ein schöner Beitrag werden dann, mit den Fotos und Links und tollen Moms. Hach.

    *Psst, die Links sind vertauscht: Der Geburtsbericht steht hier http://kiddothekid.com/2014/11/23/aus-dem-bauch-heraus/, und die Geschichten sammel ich da http://kiddothekid.com/2015/04/29/die-narbenparade/*

    Aber ich nehm auch alles ganz altmodisch per Mail entgegen, und zwar unter kiddothekid(at)gmx.de, ähem, ja.

  20. Ich habe die liebe meines Lebens auf natürlichem weg auf die Welt gebracht und es gibt immer noch Tage, an denen ich mit schrecken und dunklen Erinnerungen daran zurück denke, auch wenns eigentlich nicht so schlimm war – würde der eine oder andere jetzt sagen, wäre er dabei gewesen.

    Ich war froh, als es vorbei war uns ich hatte keine herzchen in den Augen, als ich mein Kind das erste mal sah.

    Dafür liebe ich sie jetzt umso mehr und bewundere jede Frau, die ein Kind auf die Welt gebracht hat, egal wie! Es ist eine Meisterleistung und es dauert, dass zu realisieren und zu verkraften. Darüber sollte jeder mal nachdenken, der keine Ahnung hat…

    Soviel dazu. Schönen Tag. 🙂

  21. Andrea, immer wieder danke für deine Texte. Ich kann mich da etlichen Müttern nur anschließen. Ich hatte auch lange mit dem Notkaiserschnitt zu kämpfen. Der Film „meine Narbe“ und die Geschichten anderer Mütter haben mir über dieses Gefühl des Versagens hinweggeholfen. Aber es war ein schmerzlicher Prozess, mit viel Selbstzweifel. Spätestens bei der Aussage deiner Kollegin gab’s mir einen Stich in der Brust. Autsch. Ich weiß ja, dass das schon eine Weile her ist, aber ich möchte dich jetzt noch tröstend in den Arm nehmen. Das muss sehr verletzend gewesen sein. Minis Papa hat einmal in einem Gespräch, in dem er mich eigentlich aufheitern wollte, unabsichtlich formuliert: „… und dann haben die Ärzte unser Kind auf die Welt gebracht.“ Das hat vielleicht geschmerzt. Wir haben das gleich geklärt und es tat ihm sehr leid, es war keine Absicht. Es gibt einfach unüberlegte Aussagen, die man erst mal verdauen muss. Wobei ich schon sagen möchte, dass die Aussage der Kollegin nochmal ein ganz anderer Kaliber und richtig bösartig ist… puh. Ich liebe deine Texte. Danke, dass du schreibst und danke, dass du eine eigene Meinung hast. Nicht jeder hat die. Ich habe vor einigen Monaten über meine Empfindungen zum KS geschrieben, vielleicht magst du ja reinlesen: http://www.mini-and-me.com/?p=60. Alles Liebe aus Wien, Jeannine

  22. „Wieder ein Mutter die ihr Kind geschenkt bekommen hat“????? Wie kann man denn bloß so etwas von sich geben und es nicht böse meinen!!!!?? Mal abgesehen davon, dass man eventuell selbst Zweifel hat ob das alles so richtig war und dass man sich als Feigling fühlen muss „echten“ Müttern gegenüber, weil die der Meinung sind man hätte es sich leicht gemacht…. habt ihr ne Ahnung was so ein Kaiserschnitt bedeutet??????? Was das für Schmerzen sind???!?? Ja es geht wohl schneller, aber danach haben wir ganz schön zu kämpfen. Mein erster war ein Notkaiserschnitt und mein zweiter dann geplant, weil ich wusste was auf mich zu kommt und Angst vor dem Ungewissen hatte und vor dem was passieren könnte, da ich Herzprobleme habe. Muss ich mich deswegen schlecht fühlen????? Verdammt bin ich sauer über solche blöden Kühe die einen verurteilen. Ist das zum Kotzen!!! Ich habe mich mit Müttern im Krankenhaus unterhalten die erlebt haben wie schlecht es mir ging und wie stark die Schmerzen nach so einem Kaiserschnitt sind. Die sagten sie würden lieber noch 5 Kinder so bekommen als einen Kaiserschnitt zu machen. Denkt mal lieber erstmal nach, dass jeder seine Gründe hat und auch nicht weniger unter der Geburt leidet als ihr. Und danach ihr Kind genauso lieben und befürsorgen.

    1. „…geschenkt bekommen“. Es ist mir unverständlich, wie sich irgendjemand zu so einer Aussage hinreißen lassen kann. Ich hoffe, da wurde scharf zurückgeschossen – aber mir geht es in solchen Situationen so, dass ich so verblüfft und fassungslos bin, dass mir keine passende Antwort einfällt und ich nur stumm nach Luft schnappe.

  23. Es wurde schon fast alles gesagt hier. Toll! Ich wollte auch keinen Kaiserschnitt, aber nach 23 Stunden Wehengekämpfe war dann auch fast kein Fruchtwasser da und der Kopf wollte einfach nicht grade rücken. Ich hätte es auch gern anders gewollt, die OP ist doch die größte Bauch-OP, die es gibt, oder? Meine Narbe hat mir auch noch arge Probleme mit zwei weiteren Krankenhaus-Aufenthalten beschert. Darauf möchte ich das nächste Mal bitte gern verzichten.

  24. Danke!!!!! Für diesen Text würde ich dich am liebsten heiraten! 😉 Wenn ich nicht schon verheiratet wäre.
    Ich hatte nach 12 Stunden Wehen ( inklusive Presswehen ) einen Not Kaiserschnitt wegen stark abfallender Herztöne und habe mich danach die nächsten 3 Tage gefühlt wie vom Panzer überrollt. Die restlichen 4 Tage dann nur noch wie vom Bus überrollt. Und den restlichen Monat wie vom Auto angefahren…. Als nette Nachwirkungen hab ich zudem durch die tolle Op solche Verwachsungen, so dass ich nicht mehr normal schwanger werden kann – meine Eileiter sind dicht. Deshalb sind wir schon 3 Jahre in Kinderwunschbehandlung…….So viel zum Thema “ Ach so ein Kaiserschnitt ist ja sooo schmerzfrei und einfach und man spart sich ja die Wehen. Sei froh das du es so einfach hattest!“ – Das habe ich schon mehrfach gehört und jedes mal habe ich das starke Verlangen dieser Person eine zu verpassen. Grrrr….

  25. Was für ein idiot… entschuldigt die wortwahl!! Ich könnt gleichzeitig heulen, lachen und kotzen. Keine ahnung aber den senf dazu geben.
    Bin ich absolut dankbar gibt es den kaiserschnitt.. er rettet leben.
    Ich finde aber auch er wird zu oft “ verschrieben“. Ohne zwingende indikation. Auch bei meinem ersten. Ok mein sohn war steisslage, hätte aber trotzdem gerne versucht ihn normal zu gebären. Er war klein und mein becken breit genug. Aber nee, stur auf der op schiene. Ich kam mir vor wie auf die schlachtbank… ganz schlimm. Dann noch heftigste reaktion auf pda, blutverlust am limit, voller und lauter op. Mein sohn hatte dann auch so einige probleme, die nur kaiserschnitt kinder haben.
    Ich habe eine sehr hohe schmerzgrenze…. ( bin auch bechterew patientin) aber der ks war starker tobak… da hast du wochenlang was davon.
    bei meiner tochter hatte ich dann mehr glück. Obwohl ich blasensprung hatte, kamen keine wehen. Zwei tage versucht sanft einzuöeitrn. Nichts. Mit rücksprache des ärzteteams bekamen wir die chance es mit dem tropf zu versuchen, weil unsere werte super waren. wurde ernst genommen dass ks für mich nur im notfall in frage kommt. Wurde super überwacht. Nach 3 stunden und 45 min war unsere maus da. Fast ein bisschen zu schnell. Alles war ruhig und entspannt Im wasser. Soweit es bei einer geburt enspannt ist, smile. Nicht falsch verstehen, es war heftig, krass, ein gefühl zerissen zu werden. Aber das schönste, unglaublichste, magischste was ich je erlebt habe. Würde jederzeit wieder vaginal gebären. War zwar auch grenzwertig mit blutverlust , aber eine stunde danach konnte ich duschen und rumlaufen, konnte mein kind selbst versorgen. Also ich kenne beide varianten, beide sind kein zuckerschlecken. Aber bei der vaginalen geburt erholt sich der körper schneller. Es ist ja so vorgesehen, unsere körper sind dafür gemacht, vertraut euch!!! Und wenns zuviel wird, dann verlangt eine pda. Jede frau ist anders und nicht alke halten das gleiche aus. Also sind wir dankbar für die modernen errungenschaften die uns ein besseres geburtserlenbiss ermöglichen. Und wenns ein notfall wird, dann ist der ks die beste option um alle gesund durch zu bringen. Dafür sind wir dankbar. Heisst aber nicht, dass es der mama gefallen muss. 10 leute im op, auf die liege geschnallt, umfeben von piepsenden geräten und um das kind bangend. hut ab vor allen mamas die das geschafft haben.
    die einzigen die ich nicht verstehe, sind jene die ohne befund einen ks wünschen, mit der begründung, die hätten angst vor den schmerzen. Ja eine geburt tut weh! Aber wenns vorbei ist, ists vorbei. Jetzt fragt mal den grössten teil der kaiserschnitten….. da ist gar nichts vorbei, auch nicht nach ein paar tagen.
    soweit meine sicht der dinge. andere sehen es bestimmt anders, aber der eingangstext ist einfach nur ein schlag ins gesicht für alle kaiserschnitten, denen keine wahl blieb. Und ob vaginal oder ks, ihr habt leben geschenkt, seid stolz drauf!

  26. Ich dachte beim Anfang erst,was zum Henker ist denn mit der jetzt los?
    Ist es nicht ein bisschen gefährlich,dass auf die Art zu schreiben? Wenn eine verletzte Mutter die ersten Sätze und dann eben nicht zu Ende ließt,gibt ihr das noch eins oben drauf…

    Also ich habe noch nie verstanden,warum so vieles am Mütter Dasein so ein Wettkampf sein muss,bei der Geburt am wenigsten.
    Warum ein Kaiserschnitt eine Mutter verletzen kann,muss man erstmal verstehen lernen.
    Ich wollte jedenfalls keinen und bekam auch keinen. Dafür eine schnelle Geburt,die meinen Kreißlauf umgehauen hat und anschließend doch noch eine OP unter Vollnarkose,durch die ich mein Kind anfangs kaum selber versorgen konnte.,weil´s mit der Nachgeburt nicht schnell genug klappte.
    Auch das hat verletzt und so rtichtig verstanden hat das kaum jemand,warum das für mich denn jetzt schlimm gewesen ist…
    Vielleicht sollte man gegenseitig bei dem Thema einfach ehrlich zueimander sein und zuhören und sich auch mal ineinander hinein versetzen.Wär nett,wenn das auch die eigenen Mütter und Großmütter versuchen könnten.
    Und vielleicht könnte man einfach die Gefühle der anderen respektieren,anstatt mit einem Spruch darüber hinweg zu steigen…

  27. Hat dies auf storchenfrau rebloggt und kommentierte:
    …JA, der Kaiserschnitt hat meinem Kind und wohl auch mir das Leben gerettet. JA, ich bin dankbar, dass es all diese Möglichkeiten gibt. Jeden Tag aufs neue sogar.
    ABER ich bin trotzdem traurig, dass mir der kleine so aus dem Bauch gerissen wurde…

    Beim nächsten Mal… Naja, ich plane nicht, es kommt eh anders 😉

  28. Lieber allgemeiner Tenor, liebe Betroffene und nicht Betroffene!

    Ich möchte gerne zu einem kleinen Moment der Nabelschau (haha) einladen und uns dann alle herzlich einladen, einfach die Klappe zu halten und sich jeglicher Wertung zu enthalten.
    – das gilt für die Vaginalgeburtsfetischistinnen, die sich einen mitleidigen Blick und Seufzer nicht verkneifen können, wenn die Kaiserschnittmama von ihren Troubles erzählt
    – das gilt für die Kaiserschnittmamas, die angesichts der vor Glück hyperventilierenen Vaginalgeburtsfetischistinnen dunkle Satzfetzen wie „Esoterikschwachsinn…“ murmeln
    – das gilt für alle und jeden, die sich berufen fühlen, ihre Einzig Wahre Wahrheit über einen zutiefst persönlichen, völlig individuellen Akt wie eine Geburt zu verkünden.

    Faustregel: Würdest Du ungefragt eine Manöverkritik zur Weisheitszahnentfernung einer Dir sehr gut/mittelmäßig gut/gar nicht gut bekannten Person abgeben? Nein? Exakt. Genauso wenig steht es Dir zu, eine Manöverkritik zur Geburt einer anderen Person abzugeben. Es ist privat und es gibt nicht Den Einen Einzig Wahren Weg. Du kannst die Geburten anderer Leute nicht beurteilen, never, ever. Nicht mal, wenn Du schon fünf Kinder mit der Leichtigkeit und Eleganz herausgepoppt hast, mit der die Freunde aus der NBA Basketbälle durch den Korb werfen.

    Und: hier liegt die Eigenverantwortung jeder einzelnen Frau (ich verwende hier bewußt die weibliche Form, weil mir keine Männer bekannt sind, die einen Geburtsweg vertreten wie andere Leute religiöse Offenbarungen): wir entscheiden, ob wir in dem wahnwitzigen mommy war mitmachen, der mit der Geburt beginnt und mit dem Abitur noch lange nicht endet.

    Herzliche Grüße, sind wir doch einfach ein bisschen lieb(evoll) zueinander!

    Gezeichnet
    unleserlich (Mom)

  29. DANKE für diesen wundervollen Text von einer unfreiwilligen Kaiserschnitte, die aber gerade deshalb Mami eines kerngesunden Jungen sein darf.

  30. Danke. Ich mag deine Worte generell sehr, und dieser Post ist definitiv keine Ausnahme. Ich hab zwar selber 2x spontan entbinden können, bin aber sehr sicher, dass die erste Geburt in einer anderen Klinik sehr schnell ein KS geworden. (Und vom Personal während der Geburt als unmündig behandelt zu werden geht auch bei spontaner Entbindung…) und ich weiß von meiner eigenen Mutter und guten Freundinnen wie traumatisch auch ein lebensrettender Kaiserschnitt sein kann. Hut ab vor allen, die ihre Kinder so geboren haben! Stolz können wir alle auf unsere Leistung sein, geschenkt wird keiner Mutter eine Geburt.

    Und das Arschloch ist verdient.

  31. 2 „kaiserkinder“ eins geplanter kaiser mit Termin das andere war auch geplant wurde aber zum not kaiser weil ich wehen bekommen habe (3 Wochen zur früh) grund für „kaiserkinder“ meine hüftpfanne gibt’s nur halb und die hüftköpfe sind kaputt….ohne medizinische Geburt hätte ich wohl keine kinder, also ein hoch auf den „kaiser“ 🙂

  32. Super geschrieben, Andrea! Ich bin auch eine Kaiserschnitte. Mein Sohn hätte eine spontane Geburt nicht überlebt (Nabelschnur zu kurz und Steißlage). Hab mir danach auch Kommentare anhören müssen, ich könne ja nicht mitreden usw. Hab mich lange Zeit sehr ausgeschlossen gefühlt deswegen und von Selbsthilfegruppen für Kaiserschnitten erst viel später gehört. Dachte, dass nur ich Probleme damit habe. Mich regt heute noch das Wort Kaiserschnitt auf, da es eine Vorzugsbehandlung impliziert, die ich völlig gegenteilig erleben musste. Ich hatte noch jahrelang Albträume und eine Angststörung entwickelt. Auch für das Kind ist es kein Vorzug. Meiner hatte ein KISS – Syndrom – der Atlas saß schief, er ist nicht gekrabbelt und hat bis heute Probleme, weil ihm die Massage im Geburtskanal fehlte. Mit Vorzugsgeburt hat das nichts zu tun! Heißen Dank für das „Arschloch“ und Gruß an Deine Mutter!

  33. Wenn man es nicht besser weiss…

    Sicherlich sind 15 % der Kaiserschnitte erforderlich. Sicherlich können sie Leben retten, doch was einem nicht gesagt wird, ist das diese auch dafür verantwortlich sein können das weitere Kinder dann plötzlich Tod im Mutterleib sind. Ich habe 2 wundervolle Kinder, der erste Ks war vollkommen nicht notwendig, aber ich war zu verunsichert, als das ich mich dagegen gewehrt hätte. Man musste meinen Sohn aus dem Geburtskanal hebeln. Die Aussage hinterher.. noch ne Stunde länger und die hätten das Kind normal bekommen. Beim zweiten Kind Beckenendlage, Verwachsungen.. 17 Stunden gut aushaltbare Wehen… bis hin zu Presswehen. Und dann KS… „Ja sie hatten Verwachsungen das hätte nicht klappen können“. Dann eine weitere Schwangerschaft, alles war gut.. bis ich feststellte.. er strammpelt nicht mehr. Ultraschall bestätigte das schlimmste. Mein Kind war gesund, es schien alles gut zu sein. Was mir nie klar war, jeder Kaiserschnitt, erhöht die Wahrscheinlichkeit einer späteren Todgeburt. Und das um 5,6 %. Ärzte haben dies bestätigt. Wieder wollte man mich in den OP schieben. Resultat.. ich musste fliehen. Ärzte haben das Talent einen sehr gut zu bearbeiten. Und wenn man es mit der Frau nicht schafft, geht man an den Mann. Es wird erwartet das man dies macht, was die Götter in Weiss für gut halten.

    Meine 2 „Kaiser“ waren ein Alptraum. Die Schmerzen kaum erträglich, schon wärend der OP- geschenkt wird einem da nichts. Es ist kein hysterisches Jammern, sondern Fakten. Leider weiss man es hinterher immer besser.

  34. Gott sei Dank zu Ende gelesen. War erstmal geschockt! Dachte: Neeeeiiiiinn, welche Gehirnparasiten haben Dich jetzt angefallen….
    Dann große Erleichterung. Ich liebe Deine Worte und versuche, durch den Tränenschleier auf der Tastatur die Buchstaben DANKE zu tippen….
    Hat geklappt 😉

  35. Liebe Mamis,

    auf welchem Weg auch immer ihr dazu wurdet:
    ich schäme mich für all die Kollegen, die euch während eurer Schwangerschaften und Geburten entmündigten/überfuhren/nicht anhörten… Doch so, wie ihr nicht alle in einem Topf landen wollt, steckt auch bitte nicht alles Personal in einen, hier leider häufig sehr einseitig negativen. Es gibt auch Hebammen, die verdammt dunkel leuchten und es gibt Ärzte, die sich wahnsinnige Mühe geben, euch auf dem Weg zu helfen, den ihr euch wünscht. Auch wenn wir nunmal nicht die ganze Geburt über an eurer Seite sind/sein können, sondern die Hebamme. Das ist doch gerade der Inhalt einer hebammengeleiteten Geburt, dass der Arzt erst in der Letzten Phase oder bei Problemen dazu kommt.

    Mein Wunsch: mehr Toleranz, mehr Dialog (auch zwischen Müttern und Ärzten – wie sonst soll man erfahren, wo es klemmt) und dass alle Mamas irgendwann Frieden mit ihren erlebten Geburten finden!

    Herzliche Grüße von der anderen Seite des OP-Tisches 🙂 und die besten Wünsche (von Mama und Arzt in mir) für schöne Schwangerschaften und komplikationslose Geburten nach euren Vorstellungen!

    1. Natürlich stehen nicht alle Ärzte auf der dunklen Seite des OP-Tisches und es gibt sehr gute Entbindungsstationen. Viele von Euch haben den Frauen hier ihr Leben und das ihres Kindes gerettet, aber da Du selber im Krankenhaus arbeitest, weißt Du ja leider trotzdem auch, wie es hinter den meisten Kulissen oft aussieht.

      Es sollte mehr ärztliches Personal mit Deiner Einstellung geben. Mehr (Ober-)Ärzte, welche die Würde der Mutter im Kreißsaal nicht antasten. Und das nicht allen Hebammen die Fürsorge aus dem Hintern scheint, habe ich ja in der Widmung angedeutet.

      Es gibt natürlich auch schlechte Hebammen, es gibt Hebammen mit einem schlechten Tag und es gibt sicherlich auch haufenweise schwangere Frauen, die einem die Haare zu Berge stehen lassen.

      Aber mit den Menschen ist es haltwie mit nem Sack Apfelsinen. Da ist auch immer eine dabei, die ne Schimmelstelle hat, aber deswegen möchte ich trotzdem nicht, dass sie vom Markt genommen werden.

      Du hast vollkommen Recht. Dialog, Miteinander und nur Eingreifen, wenn medizinische Intervention notwendig ist. Danke für Deinen Kommentar.

  36. Für den Arbeitskollegen meines Mannes, der mich drei Wochen vor der Geburt meines Sohnes fragte: „… Mit Schnipp-Schnapp-Pfuschen (dabei malte er ein Zorro-Z in die Luft) oder echt?“

    Für den wahnsinnig gut aussehenden OP-Arzt, der nach 30 Stunden Wehen während des Nähens zwischen meinen Beinen auftauchte, mir zuzwinkerte und sagte: „Sie hatte ich schon die ganze Nacht auf meiner Liste.“

    Für die pragmatische Hebamme der 4. (= 1.) Schicht, die mit den Worten „Was machen Sie denn noch hier?! Ja, dann woll’n wir mal!“ die lange Qual dieser verflixten „Spontan“-Geburt innerhalb von 45 Minuten zu einem erfolgreichen Ende brachte. DANKE!

  37. Es ist fast alles schon gesagt. Was fehlt:auch natürliche Geburten hinterlassen Narben. Ich wurde geschnitten und bin dazu mehrfach gerissen. Ich hatte zwei Wochen danach noch Schmerzen bei jeder Bewegung. Das nur als Ergänzung. Ansonsten ganz deiner Meinung. Nina

    1. Ich kann Dich sehr verstehen. Hatte auch beide Geburtsvarianten und der Nicht-Kaiserschnitt war kein „narbenloser“ Spaziergang. Aber in diesem Beitrag ging es tatsächlich ausschließlich um den Kaiserschnitt und die öffentliche Wahrnehmung bzw. der Umgang mit Sectiomüttern.

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