Viel Lärm um Milch

Eine Redakteurin der Zuger Woche hat in der Rubrik „Zeitgeist“ einen Kommentar veröffentlicht, in dem sie über MYTTERD her zog, die im IKEA-Restaurant ihre BJYSEN auf fremde KÖTTBULLAR-Teller werfen.

Ich bin immer noch fassungslos.

Sollte je eine stillende MYTTERD ihrem Tischnachbarn die BJYSEN ins Essen gehalten haben, möchte ich mich hier im NÅMENRA aller stillenden Frauen entschuldigen.

Mein PRÅBLEMBY bei der Geschichte ist nur, dass ich sie nicht glaube.

Ich komme mittlerweile auf 3 JÅHR Netto-Stillzeit, und ich schwöre – ich schwöre – ich habe noch nie eine stillende MYTTERD bei IKEA gesehen, die einer fremden Person ihren BJYSEN unter die NÅSVENBY gehalten hat.

Denn abgesehen von den gemütlichen TÖILLETTENBY gibt es ja mittlerweile sogar extra Stillzimmer, die von MYTTERD mit überreizten, hungrigen BJÅBJIIS sehr geschätzt werden.

Aber leider fühlt man sich da auch immer ein bisschen einsam, weil der Rest der FJÅMILI nun im Restaurant isst, während den MYTTERD lediglich der neben dem TULSTA platzierte Eimer mit KÅKKENWYNDELS Gesellschaft leistet.

Dabei lebt der blau-gelbe Pressspanriese doch gerade von MENSJKKENBY, die ihre KINTÅRD auf KILLERBERG oder ÅPPLARÅ zeugen und ihre Häuser anschließend mit PAX und TROVAST befüllen.

Dessen Nachwuchs traditionell die GEBJYRTSJTÅGSTÅRT von zerkratzten KALLAS futtert, um ihn dann abends im hohen BJÖGEN wieder aufs STOCKSUND zu kotzen.

Damit also künftig niemandem mehr sein LOX-Brötchen beim Anblick von desexualisierten BJYSEN auf den MAGENRA schlägt, schlage ich zwei SLÖSYNNGSWEGE vor:

1. In einem Restaurant speisen, wo BJYSEN in der Bluse bleiben und KINTÅRD Hausverbot haben.

Oder aber 2. in diesem besonderen Fall des gesellschaftlichen Miteinanders den Blick ausnahmsweise nicht über den eigenen Tellerrand wandern zu lassen. Einfach WEGGUKKENBY.

Denn after all, it’s just mjölk.


Für eine Welt, in der es wumpe ist, wer, wann, warum und wo stillt.

Mit freundlicher Unterstützung des Swedish-Furniture-Namen-Generators.

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45 Gedanken zu “Viel Lärm um Milch

  1. Wie genial!!!
    Ich hab den Kommentar, der Bjysen-Frau auch gelesen und ebenfalls nicht wirklich glauben können (auch wenn ich erstmal grundsätzlich verstehen kann, dass man sich von Stillenden halbwegs Diskretion wünscht), dass der Bjysen in die Köttbullar gehalten wurde. 😀

    Dein Kommentar zum Ganzen ist echt großartig. :))

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  2. sehr, sehr cool. verrückt, ich glaube, die Frau von der Zuger Woche (was ist denn das für ein Blatt, kennt man das?) brauchte halt Aufmerksamkeit. Wobei ich mich auch manchmal frage, warum meine Kinder immer genau dann stillen woll(t)en, wenn gerade das warme Essen auf den Tisch kommt. Naja, wenn’s so lecker riecht, bekommt man halt auch Appetit.

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  3. Als ich gesehen habe, dass du zu diesem Thema gebloggt hast, habe ich genau gewusst, dass deine Antwort auf den Artikel die ist, die – wie auch sonst immer – voll ins Schwarze trifft. Mir übrigens würde nie einfallen, meinen mjölk-BJYSEN in jemands anderen Köttbullarteller zu hängen aber muss ja tatsächlich eine traumatische Erfahrung gewesen sein 😉

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  4. Boah, nee. Geht echt nicht. Also mal ehrlich: Mir platzt hier gleich der Kragen ob dieser unverschämten Person, die da diesen Artikel geschrieben hat!
    Sie möchte kein Schmatzen hören? Gut, Lady, setzt Kopfhörer auf, denn das wirst Du auch in „normalen“ und kinderfreien Restaurants hören!
    Du möchtest keine aufgestoßene Milch sehen? Na bitteschön: Wie oft kleckerst Du denn?
    Echt, das finde ich unfassbar!
    Ehrlich: Ich bin auch nicht scharf drauf, die Brüste anderer Damen zu sehen. Aber ich denke da ganz einfach: Hier darf gegessen werden! – Warum solte das nicht auch für Babys gelten???

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  5. Who cares? Am besten kehrt jeder bei sich! Und vor allem seinen Tisch ab nach dem Fressen…
    Du, mein kluges Dingel, haste schön geschrieben ❤ . "Kuck auf deinen eigenen Teller!", hat mein Vater früher gesagt. Manchmal hatte er recht. 🙂

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  6. Hmmm…ich hadere mit mir, ob ich mich hier in den Löwinnenkäfig begeben und schreibe, was ich darüber denke.

    Ich bin der Ansicht, dass ein Kind gestillt werden muss, wenn es Hunger hat. Aber…mich stört sehr oft die Art, wie es gemacht wird.
    Vielleicht ist es ein lokales Phänomen, dass Mütter hier ihre Brust mitten am Essenstisch im Café herausholen, ohne evtl. ein Tuch drüber zudecken oder sich in die Intimität einer ruhigen Ecke zurückziehen. Dass es Menschen an den Tischen rundherum gibt, die sich evtl. peinlich berührt fühlen, wenn das stillen so „offen“ passiert, darüber wird nicht nachgedacht.

    Oder die Mutter, die ihren Sohn zwischen Kaffeepötten und Kuchengabeln einfach auf dem Tisch wickelte, weil der ne frische Windel brauchte.
    Bitte nicht falsch verstehen. Das Kind hat Hunger und dem muss man nachgeben. Aber…warum glauben Mütter, dass jeder daran teilhaben muss? Woher kommt diese hmmm…Distanzlosigkeit anderen Menschen gegenüber, wenn man Mutter ist?
    Ich hoffe, ich entfache jetzt keinen Sturm der Entrüstung. Aber ich Frage mich jedesmal, wenn ich Zeuge einer solchen Szene werde, ob es nicht dezenter geht. Denn es gibt durchaus Mütter, die diesen intimen, persönlichen Moment genießen wollen und nicht jedes schmatzen des Kindes mit „Er beisst sich nun nicht mehr fest.“ kommentieren müssen.

    Beste Grüsse von der anderen Seite des Tellerrandes
    Susi

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    1. Hallo Susi,
      ich stimme Dir zu: wickeln wo gegessen wird, sogar noch auf dem Tisch (hab ich noch nie gesehen zum Glück) geht gar nicht!
      Stillen – naja Frauen mit kleinem Busen können das dezent machen, mit größerem ist das nicht ganz so einfach. Abgesehen davon, dass ICH nicht möchte, dass jeder meinen Busen sehen kann, ist mir unverständlich wie das peinlich sein soll. In vielen Webeanzeigen/spots ist deutlich mehr zu sehen und ein Busen ist nunmal nicht nur zum Vergnügen da 😉

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      1. verstehe nicht warum babys nicht genauso ein recht auf natürliche nahrungsaufnahme haben sollen wie erwachsene?
        oder decken sie sich dezent ein tuch über damit sie andere beim essen nicht stören sei es mit blicken oder kleckern oder schmatzen,….
        warum essen sie ganz natürlich und locker und frei?
        ein baby hat nciht das recht darauf?
        das werde ich nie verstehen

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    2. Liebe Susi,
      woher kommt eigentlich Deine Gewissheit, daß diese stillenden Frauen sich nicht in ein ruhigeres Eckchen zurückziehen WOLLEN? Ich stille nun schon das vierte Kind, selbstverständlich auch in der Öffentlichkeit. Dennoch suche ich in jedem Cafe nach einer ruhigen Ecke, setze mich möglichst mit dem Rücken zum Raum…nicht, weil ich niemanden mit meinen Brüsten „stören“ möchte, sondern auch, weil mein Baby in einer ruhigen Ecke wesentlich besser trinkt und nicht so abgelenkt wird. ABER (und an dieses winzige Detail hattest Du wohl nicht gedacht ;0)) es sind so selten ruhige Ecken frei! Denn jeder Mensch, egal welchen Alters, scheint ruhige Ecken den Plätzen „auf dem Präsentierteller“ vorzuziehen! Leider wurde mir auch noch nie mit einem schreienden Baby ein ruhiges Eckchen zum Tausch gegen einen Platz in der Mitte des Cafes angeboten. Also…statt Dich über die Distanzlosigkeit stillender Mütter aufzuregen, biete Ihnen doch in Zukunft Deine ruhige Ecke im Cafe an: ich kenne keine Mutter, die darüber nicht hocherfreut wäre.
      Liebe Grüße von Uta

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      1. Liebe Uta, da gebe ich Dir recht. Selten sind ruhige Ecken frei – bzw. in Einkaufszentrem gibt es sie so gut wie gar nicht. Es gibt oft Stillräume, die aber meist so weit vom auserwählten Kaffee entfernt sind, dass man als Mama gezwungen ist, im öffentlichen Raum zu stillen.
        Oder es gibt wie in meinem Lieblingskaffee einen sogenannten Mutter/Kindtisch. Dort wird bei Bedarf ein Paravent rumgestellt, so dass Mutter und Kind in Ruhe ihre Zeit miteinander genießen können.
        Leider erlebe ich aber auch oft, dass Mütter solche Gelegenheiten mit den Füßen treten. Und da muss ich fragen: Es gab die Gelegenheit und sie wird nicht genutzt?

        Und ich rege mich nicht generell über die Distanzlosigkeit stillender Mütter auf, da hast Du was falsches reininterpretiert. Ich schrieb oben, dass ein Kind gestillt werden muss – das steht außer Frage. Du selbst schreibst, Du drehst Dich um, damit Dein Kind und Du die nötige Ruhe zum stillen haben.

        Nun frage ich Dich als Mutter von vier Kindern: Du bist in der Lage, es für Dich und Dein Kind so angenehm wie möglich zu machen. Meine Freundin – Mutter zweier Kinder – hat immer ein Tuch dabei, weil sie die Gafferei beim stillen stört. Sind wir in unserem Lieblingscafe nutzt sie den Mutterkindtisch sehr gerne. Warum werden solche Dienste oft ausgeschlagen? Denn es gibt nicht nur Mütter wie Dich, die solch ein Angebot gerne annehmen. Das Gegenteil ist auch oft der Fall.

        Und nebenbei bemerkt… Ich wusste, dass ich mit meiner Äußerung in ein Wespennest steche.

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    3. Susi, stillende Mütter haben in der Regel die Wahl eine Brust auszupacken oder mit einem hungrigen Baby dazusitzen. Und ein hungriges Baby schreit. Laut. Nervig. Herzzerreißend.
      Also was ist dir lieber: an einer halben Brust vorbeigucken oder Babygeschrei anhören?

      (Schon klar, eigentlich willst du beides nicht.)

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      1. Falsch liebe Neeva. Meine Freundin hat zwei kleine Kinder, die auch in der Öffentlichkeit gestillt wurden, wenn keine andere Möglichkeit bestand. Sie fand auch in einem Cafe oder Restaurant die Möglichkeit , nicht immer gleich ein „Nipplegate“ oder einen Gafferskandal zu provozieren. Ich weiss, dass es auch anders geht – wenn man will.

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      2. Leute haben unterschiedliche Schmerzgrenzen – die eine Mutter fühlt sich wohler mit dezentem Paschminaschal über Busen und Baby, für die andere ist das kein Thema. Jeder Jeck ist anders.
        Ich aus lange-nicht-und-bald-wieder-betroffener erwachsener Mensch denke mir, dass es mich nichts angeht, wie andere Leute ihre Kinder füttern und verbitte mir irgendwelche Befindlichkeiten („OH GOTT! Eine Brustwarze!“). Die Mutter packt ihren Busen nicht aus Jux und Tollerei aus, sondern aus praktischen, 100% nachvollziehbaren Gründen. Wer partout nicht anders kann als sich echauffieren, soll eine meditative Atemtechnik seiner Wahl anwenden und woanders hinsehen.

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  7. Könnte ich das eine Million Mal liken, ich würde!

    Ich nehme mal an, es gibt Frauen, die ihren Busen gern demonstrativ auf dem Tisch ablegen. Habe aber ich meinen bisherigen Lebensjahrzehnten noch keine gesehen. Vielleicht bewege ich mich in den falschen Kreisen.

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  8. Liebe Andrea, habe sehr gelacht. Und mit Schrecken festgestellt, dass ich mich angesprochen gefühlt habe. Zwar habe ich nie irgendwelche Hupen in die Zimtschnecken anderer Leute gesteckt, aber der alte Schwede hat mich ganz schön in der sprichwörtlichen Tasche. Tatsächlich gaukelt er mir nur Service rund ums Kind vor, damit ich viele von diesen produziere und dann 20 Pax-Schränke für deren Klamotten kaufe- Diese Gauner!
    PS.: Kannst du dafür sorgen, dass das schweizer Fräulein deinen Text auf jeden Fall zu lesen bekommt? Das wünsche ich mir sooo sehr. Liebe Grüße

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  9. Hallo Andrea, hast Du bzw. habt Ihr auch alle fleißig die „Abbitte“ jener unbegnadeten Schreiberin in der genannten Zeitung mittlerweile gelesen? Also, ich finds EHRLLIKKH gesagt noch viel FJRESSERD als den eigentlichen unqualifizierten Beitrag. Darf frau den Link posten?

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