Deine Nächte sind gezählt

Oder: Jede Mutter kann schlafen lernen

Wenn es ein Thema gibt, das Eltern mit kleinen Kindern (zurecht) bis zum Abwinken beweinen, dann ist es ihr Schlafmangel.

Schlafmangel ist eine grausame Folter und wird von Herbert Grönemeyer äußerst treffend in seinem 80er Jahre Hit „Ich kann nich pennen“ wie folgt beschrieben:

Wir haben wieder die Nacht zum Tag gemacht
Ich nehm‘ mein Frühstück abends um acht
Gedanken fließen zäh wie Kaugummi
Mein Kopf ist schwer wie Blei, mir zittern die Knie

Streng genommen heißt das Lied eigentlich „Alkohol„, aber man kommt nicht umhin, eine frappierende Ähnlichkeit zwischen dem schlafdefizitären und dem alkoholisierten Zustand zu beobachten.

Denn Nächte mit kleinen Kindern sind wie ein nicht enden wollendes Festival.
Das klingt zwar erst einmal recht launig, aber der Schein trügt.

Aus drei schlaflosen, fröhlich alkoholisierten Tagen, an denen man zu Klassikern wie „Ich Verabscheue Euch Wegen Eurer Kleinkunst Zutiefst“ über den Rasen tanzt, werden 300 schlaflose Nächte, an denen man sich lediglich alkoholisiert fühlt und nach der tausendsten Zugabe von „Eure watt mit eurer watt verwatt ich zu watt?!“ am liebsten den Bandmitgliedern von Tocotronic ihre Brillengläser zertreten möchte.

Was im letzten Drittel der Schwangerschaft beginnt, endet mit Kindern, die erst richtig glücklich zu sein scheinen, wenn mindestens ein Drittel ihrer Körpermasse auf dem mütterlichen Gesicht ruht.

(Ich spreche hier bewusst vom „mütterlichen“ Gesicht, weil Väter (zumindest jene, die eine Einkommensgrundsicherungskarte zücken können) in der Regel nach dem ersten Tritt in die Rippen ein Zimmer weiter ziehen.)

Also müssen sich Mütter tagsüber auf die alte Weisheit „Schlafe, wenn das Baby schläft“ berufen, aber das ist leider romantisierter Käse.

Denn selbst wenn wir uns tatsächlich an diese Hebammen(märchen)regel halten, (also zu schlafen wenn das Baby schläft – und im Gegenzug natürlich aufzuräumen, wenn das Baby aufräumt), sind viele von uns, trotz ihres andauernden Schlafmangels, oft gar nicht mehr in der Lage, das sich bietende Schlaffenster zu nutzen.

Stattdessen liegen nämlich die meisten von uns mit weit aufgerissenen Augen neben dem schlafenden Baby und werden von ihrer inneren Stimme mit Sätzen wie:

„Du musst jetzt auch schlafen!!!!! JETZT!!!!! J E E E E E E T Z T !!!!!“

schikaniert. Oder wir nehmen uns immer wieder vor, noch schnell zu duschen, Zeitung zu lesen, den Korb Wäsche zu bügeln und… huch… zu spät. Kind wieder wach.

Die gute Nachricht lautet: Man gewöhnt sich an alles.

Tatsächlich sind die meisten Eltern nach zwei, drei Jahren in der Lage, mit erstaunlich wenig Schlaf auszukommen. Zwar macht der chronische Schlafmangel mitunter dick, dumm, krank und/oder alt, aber nachdem sich solche Nebenwirkungen meistens, je nach Veranlagung, gerecht auf beide Elternteile verteilen, sollte uns dieser Umstand nicht allzu nervös machen.

Früher oder später (man kann es wirklich kaum fassen, wenn es denn dann so weit ist) tritt  die sagenumwobene Phase des „Durchschlafens“ in unser Leben.

Der paradiesische Zustand einer durchgängigen, mehr als 10-stündigen Nachtruhe hält tatsächlich irgendwann Einzug in den nächtlichen Familienalltag.

(Dass die meisten Kinder in dieser Phase bereits das Kindergartenalter erreicht haben, wird allerdings leider viel zu oft aus falscher Scham verschwiegen, suggeriert uns doch unsere Gesellschaft an allen Krabbelgruppenecken und Verwandschaftsenden, dass Eltern nicht durchschlafender Kinder mal wieder an irgendeiner Stelle versagt haben.)

Jedenfalls schlafen sie früher oder später alle relativ verlässlich ein und durch und dieses große rosa Hubba Bubba, das in den letzten Monaten oder Jahren als Platzhalter für unser beurlaubtes Gehirn diente, bildet sich langsam wieder zurück.

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, da wir endlich wieder zu unseren alten Schlafmustern zurückkehren können.

Von wegen.

Denn die schlechte Nachricht lautet: Die hormonelle Schlaflosigkeit, mit der uns Mutter Natur bedacht hat, damit wir rechtzeitig das hungrige Wolfsrudel bemerken oder unsere Kinder zwölf Mal in der Nacht wieder zudecken, geht leider beinahe übergangslos in die senile Bettflucht über.

Jetzt wandelt sich der Nachwuchs endlich zum Langzeitschläfer, und was machen wir?

Wir bleiben auf. Wir finden einfach nicht den Weg ins Bett oder liegen im Bett und zählen die Stunden, wann wir wieder aufstehen dürfen.

Bei der Ableistung unserer Freizeitpflicht haben wir uns so sehr auf die Zeitspanne zwischen 21 Uhr abends und 2 Uhr morgens eingependelt, dass es schlichtweg unmöglich scheint, zu diesen Zeiten das Bett aufzusuchen.

Nicht einmal den Beischlaf können wir hier zweckentfremden, da dieser den weiblichen Körper eher wachrüttelt statt ihn, im Gegensatz zum männlichen Pendant, ins unmittelbare Koma zu befördern.

Mütter durchschlafender Kinder legen sich nicht hin, sondern nähen nun mitten in der Nacht Breitcordpumphosen, schauen „The Good Wife“ oder schreiben für ihren albernen kleinen Blog*.

Aber damit nicht genug. Wir werden jetzt sogar morgens vor den Kindern wach.

Da liegen wir dann mit unser vollen Blase und wägen äußerst sorgfältig den Toilettengang ab, da die einmal getätigte Wasserspülung quasi als Weckruf missverstanden werden könnte.

Was sollen wir jetzt tun mit uns und unserer idiotischen Insomnie?

Unser Biorhythmus hat sich so sehr auf viele kleine Nickerchen eingestellt, dass er uns für verrückt hält, wenn wir ihn länger als 3 Stunden am Stück ruhen lassen.

Aber eigentlich möchten wir doch gerne schlafen.
Durchschlafen. Weiterschlafen. Ausschlafen.

Vielleicht sollten wir einfach das tun, was wir immer tun. Wir kaufen uns einen thematischen Elternratgeber, nach dem Motto: „Jede Mutter kann schlafen lernen.“

In diesem Fall handelt unser Buch allerdings nicht davon, dass man einer schreienden Mutter, die nicht schlafen will, ihr Smartphone oder Tablet verweigert, in der Annahme, die mütterliche Erschöpfung würde letztlich irgendwann die Oberhand gewinnen, sondern vielmehr von einem kleinen pausbackigen Siebenschläfer namens Bobo.

Richtig.

In der Literatur existiert nämlich bereits eine so unglaublich reizarme Lektüre, dass selbst die Titelperson am Ende jeder Episode eingeschlafen ist.

Bei Bobo Siebenschläfer handelt es sich völlig zurecht um einen Einschlafklassiker, der bereits Generationen von Eltern nach nur wenigen Seiten in den unmittelbaren Tiefschlaf versetzt hat.

Endlich können wir wieder schlafen.

Wir brauchen des Nachts nicht mehr schlaf- und ziellos durch unsere Wohnung oder Filterblase zu wandern. Wir nehmen künftig einfach das Buch vom kleinen Bobo Siebenschläfer mit ins Bett.

Oder hören sein schnarchiges Hörbuch.
Das funktioniert nämlich fast noch besser.


Für alle Brillenträger. Besonders Rick McPhail.

Ich habs nicht so gemeint. Ich war nur müde.

(*Der Erste, der mir hier drunter kommentiert, dass es korrekterweise „albernes kleines Blog“ heißt, schreibe bitte seine Anschrift dazu, damit ich persönlich vorbeikommen kann, um ihm quer über sein Gesicht zu lecken).

122 Gedanken zu „Deine Nächte sind gezählt

  1. so lustig, du schreibst zur richtigen Zeit hier genau den Artikel, den ich in meinem (ja, der!) Blog schreiben sollte/möchte/gerne würde. Also statt selbst über den romantisierten Käse vom aufräumenden Baby (Haha!) zu schreiben, werde ich deinen Post einfach teilen und in dem Zeitfenster, dass ich fürs Bloggen gehabt hätte, vermutlich tatsächlich schlafen. Oder noch kurz aufräumen. Oder abwaschen. Ach ja, und der Wäscheberg. Nur noch schnell – „wäääähhhh“ …

  2. Die Verlosung ignoriere ich, obwohl ich unfassbar müde bin. Denn ich bräuchte keine Einschlafhilfe. Ich könnte im Stehen schlafen, ließe man mich.
    Zum Lesen fehlt mir Zeit, denn ich befinde mich bedauerlicher Weise noch nicht in der Lage, durchschlafende Kinder zu haben.
    Aber der Text ist bis zu diesem Punkt echt wahr und macht mir Angst vor der Zukunft. Ich bitte jedoch um Korrektur der euphemistischen Daten. Meine Schlaflosigkeit begann bereits im zweiten Drittel der Schwangerschaft und es sind nun eher 600 denn 300 schlaflose Nächte. Die Zwillinge werden morgen eineinhalb und wir kommen Stand heute auf drei gleichzeitig durchgeschlafene Nächte. Ich halte es für ein Versehen. Sie müssen an ihrer Absprache arbeiten, wer in welcher Nacht für uns zuständig ist.

    1. Das verstehe ich. Mehrlingseltern flößen mir tatsächlich einen Respekt ein, von dem meine Eltern nur träumen konnten. In Deinem Fall mache ich eine Ausnahme: Wenn Du ein Bild postest, würdest Du im Falle eines Gewinnes kein „Bobo Siebenschläfer“ Buch gewinnen, sondern dieses Buch hier
      –> http://www.amazon.de/%C3%9Cberleben-ums-Verrecken-Das-Survival-Handbuch/dp/3492244106/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1420193380&sr=8-1&keywords=r%C3%BCdiger+nehberg
      <3

  3. Darf ich Dir auch EIN e-mail schreiben, damit Du vorbeikommst um mir die Bobo- CD vorbeizubringen?! Oder Moment, was war das?! Achso, das Gesicht bekommt man abgeleckt… Ach, ich verzichte dann mal ganz großzügig auf beides 😉

    Meine drei Kinder schlafen jetzt alle durch (das hat jedes mal immer so um die drei Jahre gedauert) Und was ist?! Gerne bin ich so von 3:00-5:45Uhr hellwach, um dann um 6:15Uhr völlig gerrädert aufzustehen. Dagegen hilft eigentlich nur, dass ich erst so um 1:30Uhr schlafen gehe, dann ist nichts mehr mit schlaflos, sehe dann allerdings morgens leider nicht weniger zombiehaft aus. Manno…

  4. Hach, du schreibst mir aus der Seele. „Schlafen, wenn das Baby schläft.“ Mein Mann hat mittlerweile begriffen, dass mich dieser Spruch zum Ausrasten bringt. Denn leider gehört Schlafwandeln (noch) nicht zu meinen Fähigkeiten und Junior schläft vorzugsweise schiebenderweise im Kinderwagen.

  5. Gar nicht gut! ……gar nicht gut solche Artikel am Abend zu lesen …wenn das kleine Schlaf-Raub-Monster kurz seine 1,5-Std-dauernde Schlafphase hat ….. gaaar nicht gut … ach so – sagte ich bereits. Ja … und … nun – was mache ich nun? Mir bleibt es nur mit Augenringen auf die senile Bettflucht zu warten (wollte grad ne Bettsucht draus machen – war wohl das Wunschdenken was sich eingeschlichen hat) – danke für den leisen aber herzhaften Lacher den du mir bei spätestens jedem zweiten Absatz garantiert hast und mit dem ich meinen Mann wenigstens beim TV-dösen stören durfte 🙂

    ~Tabea

  6. Ich muss gestehen, dass mich dein Text ein wenig beunruhigt. Denn natürlich war mir klar, dass nach der Geburt des Sohnemannes viele, viele schlaflose Nächte auf mich zukommen. Aber wie schlimm es werden wird war mir nicht so recht klar.
    Da unser entzückender kleiner Sohn aber noch keine vier Wochen alt ist, waren es bis jetzt erst 25 Nächte, in denen ich mehrmals aufstehen und ihn füttern, wickeln oder ihm den ausgespuckten Schnuller wieder in die Schnute stopfen musste. Und da der Gatte derzeit noch von seinem Resturlaub profitierte, konnten wir alle gemeinsam den entgangenen Schlaf vormittags nachholen (Allerdings muss der Gatte heute wieder zur Arbeit und somit beginnt für uns der Ernst des Lebens).
    Amüsant finde ich allerdings, dass ich zwar diejenige bin, die Nachts den Lütten versorgt, der Gatte jedoch nachmittags noch ein Nickerchen hält. Ich bin zwar auch müde, kann aber irgendwie nicht schlafen.
    Aber das kommt bestimmt noch, war ich doch früher (also bis vor einem Monat) dafür bekannt, eine Schlafmütze zu sein, die den ganzen Tag im Bett verbringen kann. Heute aber ertappte ich mich tatsächlich das erste Mal bei dem Gedanken, wie schön doch eine durchgeschlafene Nacht wäre. Durchgeschlafen, nicht ausgeschlafen.

    Alles Liebe
    Claudia

    1. Liebe Claudia, spätestens 2016 hast Du Dich dran gewöhnt ;-).
      Alles Gute (besonders für heute…der erste Tag alleine mit Baby ist bei allen eher deprimierend, aber alles wird gut. Versprochen <3)

      1. Ich habe einfach den halben Tag bei meiner Freundin und ihren beiden Söhnen verbracht, das war dann alles andere als einsam oder deprimierend 😉

  7. Ein paar Ergänzungen erlaube mir, liebe Andrea!
    1. Mutti muss aufräumen, während Baby AUSräumt!
    2. „Schlafen, wenn das Baby schläft“ – Ja, meisterhaft. Vor allem, wenn N (Kinder) > 1. GRRR!
    3. Der Scheiß innere Mami-Wecker ist auch zu des Mannes Urlaubszeiten auf Punkt Fütterung/Kindergarten/whatever gestellt.
    4. Regel: Wenn Kind (A) = Schlafend, dann Kind (B) = Wach und/oder liegt mit im Elternbett und zappelt rum. Ergo: Wenn Kind (A) schläft UNGLEICH Kind (B) schläft usw. Dahinter verbirgt sich ein komplexes und angeborenes System der frühkindlichen Absprache, um sich jetzt schon für die späteren Peinlichkeiten zu rächen, die die Eltern ihnen einmal antun werden.
    5. „Wenn die Kinder im Bett sind, will ich auch endlich mal Zeit für mich genießen“ belegt Platz 1 der Sprüche von Muddis mit N (Kind) >/= 1
    6.. Am verdächtigsten während eines NIckerchens zwischendurch sind die NICHTgeräusche!
    7. Unter Strafe gestellt: Der Mann, der ausschlafen KANN und DARF, es aber NICHT TUT!
    8. „The good wife“ soll endlich mit Will f*cken! *Räusper*
    Ja was denn??? 😉

    Mitfühlende Grüße,
    Molly 😉

    1. Frau L., alles check außer ihre Wortwahl im letzten Absatz…tsösösöss… 😉 Und wegen „The Good Wife“: Ich vermute Du bist noch bei Staffel 1? Dann wirst Du in Staffel zwei auf Deine Kos…ach ne..spoilern is ja auch irgendwie doof 😉 Alles Liebe für 2015

      1. Nee, warte drauf, dass es im TV weitergeht, aber es ist ja immer… Nee, gespoilert wird nicht! 😉
        Dir auch ein schönes 2015! Mögest Du schlafen wie ein, äh…, also gut schlafen! 🙂

  8. Einfach toll, liebe Andrea. Wie findest du nur immer diese alles beschreibenden Worte? Die „Einkommensgrundsicherungskarte“ hat mir besonders gut gefallen. Danke dir für diesen tollen Post, der mir den Einstieg in das neue arbeitsreiche Jahr versüßt! Liebe Grüße

  9. So großartig!!! So wahr!!! Der Mann, der ins Nebenzimmer zieht (dem ich gerade gestern die erwähnten 300 Tage vorgerechnet hab), die blöden Sprüche (mein Favorit zur Adventszeit: backe, wenn das Kind bäckt :-D), das Haushalt-statt-Nickerchen….
    Danke für diesen Text! Und danke für die Bestätigung, dass Durchschlafen erst im Kitaalter kommt! So isses. Und schläft das Kind endlich durch, wird man schwanger 😀
    Und bitte, um Himmels Willen keinen Bobo! Weiß nicht, was schrecklicher ist – der oder Conni! Der die oder das Blog, Gesicht ablecken macht hier ooch keinen Unterschied mehr, Kaffee könnten wir trinken…

  10. auch auf die Gefahr hin, einen gewissen Unmut auf mich zu ziehen: meine Tochter ist 5 Monate alt und schläft seit sie ein Monat alt war, durch.

    1. Hat meine auch. Hat sich dann mit einem Jahr wieder gegeben und jetzt ist die 26 Monate alt und schläft immer noch nicht durch. Mädels, ich fühle mit Euch. Und ich darf auch schon wieder arbeiten. Besonders schöne Kombi.

    2. Schön! Meiner schlief die ersten 5,5 Monate vollgestillt durch und dann konnte er sich gepuckt drehen und wurde richtig mobil – ab da waren die tollen Nächte vorbei und das hielt dann an bis er fast 3,5 war – allerdings fing er mit 1,5 Jahre an, nachts zu uns ins Bett zu krabbeln und da schlief er in der Regel problemlos weiter bis morgens… auch heute mit seinen fünf kommt er gerne noch zu uns, aber dies meist in den frühen Morgenstunden (so gegen 4.30-5.30 Uhr) und gegen 6 stehen wir eh auf (er ist meist vor uns wach – nen Frühaufsteher 🙂

  11. Die Zwillinge(1) schlafen, gerade mal. In den letzten Nächten haben Sie das nicht getan. Genausowenig, wie der große Bruder (6), der gerade wächst.
    Jetzt sitze ich hier, rechts und links ein Mädchen auf dem Stillkissen, so ungemütlich, dass ich nichteinmal mitschlafen könnte.
    Geht aber eh nicht. Muss ja hier lesen und mich freuen, dass ich nicht allein bin.
    Schreib weiter so toll!!!
    *gähn* und Liebe Grüße

  12. Ahahahahahaaaa! Dieser Beitrag desillusioniert, beängstigt und erheitert mich gleichermaßen. Kannst Du im Übrigen auch einfach so vorbeikommen und meinem schlafenden Mann übers Gesicht lecken? Der genießt schon viel zu lange eine ungestörte Nachtruhe und gehört mal kräftig aufgeschreckt.

      1. DAS Foto will echt keiner sehen. Glaub mir. Zumal ich gerade erst Magen-Darm und dann Grippe hatte. Das macht einen fürchterlichen Teint *Haar zurückwerf*

  13. wo ist die Kamera versteckt, mit der Du mein Leben beobachtest um es dann in diesem herrlichen Text zu verewigen! Wenn ich es jetzt hier lese, kann ich endlich mal herzhaft drüber lachen…wo es im Alltag doch so oft zum Heulen ist! 😉

  14. Und wenn wir ganz masochistisch veranlagt sind, bekommen wir einfach – nachdem wir die Durschlafphase schon wieder längere Zeit genießen konnten – ein weiteres Kind, damit der ganze Spaß wieder von vorne anfängt. Ach ne halt … uns war ja langweilg, weil wir eh nicht mehr schlafen konnten 😉

  15. Super geschrieben! Danke!!! Meine beiden4 monate und 21 monate wechseln sich auch ab. Und meine große hat auch mit 4 wochen durchgeschlafen im eigenen bett. Mit 6 monaten war alles anders und seit nr 2 da ist familienbett mit der großen, der kleine im beistellbett und mann auf der couch.

  16. Will auch keinen Bobo gewinnen, ist alles hier mehrfach vorhanden: Bücher, Cds. Ich weiß nicht was du hast. Große Literatur, das. „Und Bobo pustet in sein Windrädchen. Pffrrr. Pfffrrrrrrr.“ (Gedächtnisprotokoll) Besonders großartig in der Hörbuchversion, gnnnhrrhrrrkiiihihi.
    Oh mein Gott. Ich wurde assimiliert.

  17. Ich schreibe ja sonst ne was zu solchen Seiten und fühle mich einfach nur gut es zu lesen, weil ja x-Millionen Mütter genauso leiden/denken/schreiben wie ich. Aber ich muss einfach bestätigen (sozusagen als Bestätigung (ich weiß, doppelt aber egal) für alle anderen), dass es GENAU SO ist. Und auch mir macht der letzte Teil mit dem senil werden Angst. Wobei ich heute schon genau überlege, WANN ich auf Toilette gehe wegen der Spülung. Ich muss mich bei Kerstin (1.Jan) bedanken. Meine Zwillinge (16Monate) haben bisher EINMAL gemeinsam bis 2 bzw 4 geschlafen. Ich werte es als durchschlafen, nein? Ansonsten herrscht das Chaos. Und in der Nacht wo sie es tatsächlich über den 0Uhr Marker geschafft hatten stand die Schwester (4) vorm Bett, nachdem wir gerade den Bruder (8) ausm BEtt geworfen hatten. Was dann meinen Mann dazu veranlaßt ins Gästebett zu gehen, auszuschlafen und wie alle beschrieben haben: Vor lauter Müdigkeit nach dem KAffee nen Mittagsschlaf zu halten. Den ich auch anstrebe, allerdings unterbrochen von dem Ruf: MAAAAMA ich habe STINKER gemacht.“ DAs heißt: Husch husch aus dem BEtt/Couch, sonst wachen ja die Minis auf die gerade mal zusammen!!!! Mittagsschlaf machen. Erledigt. Och nö! Madame dreht die Musik bis zum Anschlag, sonst hört sie nix! Klaro…. Wieder aufstehen, zusammenstauchen, wieder hinlegen. Das ganze wiederholt sich wg diverser Dinge. AUch gerne die Frage vom Großen: Kannst du mir das von Lego gerade mal schnell richtig bauen???? Ende vom Lied: Ich stehe auf, weil a) die Minis wach sind oder b) ich auf die nächste Störung förmlich warte und ich vor lauter Frust eh nicht schlafen kann. Mein MAnn schläft in Ruhe und stöhnt abends was von wegen: Kannst du dich nicht mal in Ruhe mit mir vor den TV setzen? Ständig musst du noch was kruschteln, räumen, am pc sitzen (ja ich sitze ganz altmodisch vorm pc, statt das tablet zu nehmen, echt komisch aber gibt mir nen gewissen Abstand zu dem Schlafdefizitären-armen-Mann der noch auf die Idee kommen könnte man hätte doch evtl Lust noch jemanden an sich kleben zu haben. Doch, ja, unbedingt! Neulich hat er sich nicht in Ruhe der SChuhe binden können weil immer einer dazwischen gewuselt ist. Kam so was von wegen: „Noch nicht mal in Ruhe Schuhe binden kann man“. Ich habe völlig konsterniert daneben gestanden. Ihr wisst was ich meine!
    Naja, noch kurz zu Bodo: ICH finde ihn tatsächlich GUT! Wir haben aber schon viele Bücher und Hörbücher!!!! und da ich sowieso nicht bei der Verlosung teilnehme, hat sich das eh erledigt;-).
    Generell: VIELEN DANK für den Blog! Habs meinem MAnn vorgelesen: Der hat nach der Hälfte (die fand er aber ganz lustig) das Weite gesucht. Hat er keine Zeit für. Schaut er liebe TV. Soll doch lieber seine Frau sich damit befassen. Und wie ich so schreibe………..ein meckert eine…….auf die erste gefühlte durchgeschlafene Nacht und wenn es nur 5std sind!

    1. Ich werde jetzt gleich ein Federkissen schlachten um es dem Schlafmützengott in Deinem Namen zu opfern. Ich verwüste in Gedanken Eure Kinderzimmer mit einer ganzen Tonne virtuellem Schlafsand und drücke Dich aus der Ferne…aber ich bin mir sicher…spätestens 2024 wir DEIN Jahr <3

  18. I ❤️ it… Endlich mal ganz gnadenlos ehrlich 😊. Nachdem ich mit zwei Kindern lange zeit alleinerziehend war (zum Zeitpunkt der endgültigen Trennung war die kleine noch keine fünf Monate und die Grosse fast zwei Jahre alt) darf ich heute – sie sind nun fünf und sechs Jahre alt… wunderbar freudig über deinen Blog grinsen . Aber ich kann mich durchaus gut erinnern und an dieses Gefühl der Folter. Geholfen hat da nur ein großes Bett in dem – in unserem Fall – alle Mädels Platz hatten und … Stillen. Da musste nämlich keiner Aufstehen in der Nacht 😊
    Ich wette viele Mamis und Papis die gerade genau diese Phase durchmachen sind dankbar für das endlich erlangte Gefühl nicht allein mit ihren Schlaf-Räuber- Zwergen zu sein !

  19. Nicht einmal den Beischlaf können wir hier zweckentfremden, da dieser den weiblichen Körper eher wachrüttelt statt ihn, im Gegensatz zum männlichen Pendant, ins unmittelbare Koma befördern.

  20. Wunderbar! DANKE! Ich habe ein breites Grinsen im Gesicht. Zwar bin ich schon in Phase 2 (oder ist das 3????)……..kann abends nicht ins Bett und wecke morgens ähhh….nachmittags den Teenie mit den Worten: „Willst Du nicht mal langsam aufstehen??“ nur aus dem Grund, weil ich schon seit Stunden wach bin!!!! *kreisch*
    Bobo brauche ich nicht….kenn ich immer noch auswendig und wird vom Gatten und mir immer gern zitiert. (Falls die Teeniedame mal wieder nicht zuhört sondern das Handy anstarrt: „Bobo möchte lieber den Spatz sehen“…..ist ein „all-time- Klassiker“! *gacker*)

    Weiter so!
    Liebe Grüsse
    Lina

    1. Ach dieser kleine wunderbar öde Siebenschläferheiopei. Er hat sich wirklich in unser aller Herzen geschnarcht. Beim Titellied der Hörbuchversion möchte ich am liebsten alles kurz und klein hauen…aber die Kinder lieben es…seufz…

  21. Eines ist sicher: in den ersten 1,5 Kindskolikjahren und damit zielsicheren Wanderns mit Kind im Tragetuch (falls die Arme mit einschlafen sollten…) habe ich meine Wohnung bis in den letzten Winkel absolut abgecheckt! „Man“ respektive „Frau“ kann es tatsächlich lernen, mit Kind auf der Brust durch die Wohnung schlafzuwandeln. Es gab Nächte und Tage, da war ich mir nicht mehr sicher, welches Datum wir hatten, ob Erlebtes real war oder geträumt; Traum und Realität verwischten miteinander. Als stünde man unter Drogen.

    Erstaunlich, was man als Elternteil zu ertragen und schaffen vermag.

    Bobo kann meine Fünfjährige jetzt selbst auch nicht mehr hören *lach* Ich habe es überlebt! Und Mamis: es lohnt sich! ^^

    @ Birdy Ähnliches habe ich auch erlebt mit dem Papa meiner Tochter. Allerdings war er nur Gast bei mir und deckte sich eine Woche nach dem Kaiserschnitt, als ich wieder halbwegs laufen konnte, mit Arbeit außer Haus ein. Seinen Hund durfte er dann mitnehmen, weil Gassigehen im Still-Kolikhalbschlaf und Kaiserschnittsnarbe nunmal nicht drin ist. Verstand er überhaupt nicht.

    Bin jetzt alleinerziehend und was sage ich: es ist entspannend, nur ein Kind zu Hause zu haben und nicht noch ein großes Kind mit Wuffi. *s* Weekendpapa reicht auch.

  22. Hallo, ich habe auch 3 dieser kleinen Zeiträuber. Auch wenn meine Erste (heute 7) und meine Jüngste (1) sehr friedliche Gesellen sind, halten sie nicht viel vom Schlafen. Die ältere schlief auch mit 3-4 erst um 10-10.30 Uhr ein und wachte putzmunter um 5.30 Uhr wieder auf. (Ich weiß- darüber würden sich viele gerade freuen- aber ich rede hier von einem Kitakind!) Mittagsschlaf hatte sich schon mit 1,5 erledigt. Die jüngste macht es ihr gerade nach- tagsüber schlafen: viel zu aufregend mit ihren Geschwistern und nachts muss man auch 1-2 mal nach dem Rechten gucken ! Außerdem arbeite ich eh schon wieder- damit hat sich mein Mittagsschlaf auch erledigt.
    Jedenfalls habe ich damals mal bei der Kinderärztin nachgefragt bezüglich der Schlafdauer. Ihr Kommentar: „naja, es gibt Kinder die wenig Schlaf brauchen!“- ich hätte ihr am liebsten entgegengeschrieen: „ABER DIE MÜTTER BRAUCHEN MEHR“
    Naja, nach nun mehr 7 Jahren gewöhnt man sich an alles auch an das komische: „wer zuerst zuckt verliert“ Prinzip.- Was zur Folge hat, dass der Papa auch mal geht- aber eben nur, wenn man das Kind lange genug schreien lässt!!! Irgendwann möchte auch der Herr im Haus mal das Ruhe ist!

    Noch eine Kleinigkeit zu Bobo: ich habe am Anfang das selbe gedacht wie du, mir dann aber die Mühe gemacht herauszufinden warum es bei den Zwergen so beliebt ist. Und was soll ich sagen: ich kenne kaum ein anderes Kinderbuch, dass solch eine einfache Syntax (Satzstellung) aufweist und den Kindern in der Sprachaneignungsphase, zu einem Zeitpunkt wo sie selbst noch gar keine Nebensätze binden können, eine sprachliche Vorlage gibt, die es nachsprechen kann. Ich denke, dass die kleinen <4 es deshalb so lieben. – die CDs kommen mir allerdings nicht ins Haus!- gruselig!

  23. You made my day!!!!:)
    Wie schon tausendfach hier kommentiert:einfach nur Hammer!!!
    Unser erstes Kind und ich kleine Prinzessin Lillifee habs mir echt nicht so herausfordernd vorgestellt…
    Den Vogel schießt allerdings meine bessere Hälfte regelmäßig ab,denn wenn der kleine Kackpo heult hat er -laut Still-und Ernährungsberater Papa- immer Immer Hunger und wird NIE satt…ja nee is klar, er ist zwar kugelrund und speckig,aber am verhungern…auch wenn ich ihn von der Brust nehme:“ der wird nicht satt, ich mach ne Flasche“….gut er muss es ja wissen…schließlich chille ich ja den ganzen Tag und er hat viiiiiel mehr Ahnung von seinem Spross als die Mudder😁😁😁
    Und ️na klar, die dauerstillende Milchkuh hockt mit dem Wurm im tragetuch vorm tv und Mister Knister pennt noch👍
    Eigentlich ist er anstrengender als mein Kind 😂😂
    Mädels weiter so, ich freu mich auf viele lustige Kommentare, die mich in den düsteren Augenblicken erheitern👌

  24. Ups ich habe eine Bildungslücke… o_O Was hat es denn mit diesem Bobo auf sich? Verdammt…
    Zum Thema: Wirklich wunderbar geschrieben! Meine heute (!) 5-Monate-Maus schläft tagsüber kaum und wenn dann meist auf mir bzw. dem Stillkissen oder im Kiwa bzw. in der Trage/im Tuch. Nachts überlegt sie sich immer mal wieder einen neuen „Rhythmus“: von einmal in 10 Stunden aufwachen bis zum Aufwachen aller 1-1,5 Stunden ist alles dabei (letzteres kommt natürlich deutlich häufiger vor). Ich bin natürlich so oder so regelmäßig wach. Sie schwatzt auch gerne ab 6:30uhr laut vor sich hin und zieht an meinen Haaren (da muss ich dann mein Schlafendstellen aufgeben damit noch ein paar Haare übrig bleiben). Und ich dachte schon ich mach was falsch, weil ich bisher kein einziges Mal tagsüber geschlafen habe wenn sie geschlafen hat. 😀

    LG Luisa

    1. Mein Großer hat in der Nacht bevorzugt meine Haare bis zum Ausreißen um den Finger gewickelt. Das hat ihn unfassbar beruhigt und mich an den Rand des Wahnsinns getrieben. Ich habe irgendwann nur noch mit Mütze geschlafen…bzw. eher Minutennickerchen aneinander gereiht 😉 Alles Gute Euch <3

  25. Das Mittagsschläfen ist soweit es möglich noch heilig (jedensfalls mir). Nach fast 3 Jahren mit maximal 6 Stunden (das waren 2 Nächte insgesamt) sonst 4-5 Stunden unterbrochenen Schlafes (üblicherweise alle 3 Stunden – wobei ich leider danach wieder eine gute Stunde zum Einschlafen brauche), nehme ich noch jede sich mir bietende Gelegenheit war, die Augen zu schließen. Zum Glück haben meine Mädels in diesem Punkt noch ein Einsehen und gönnen mir diese kostbaren Minuten. Und da möchte ich meiner Großen einen Dicken Kuss schicken, die mit 5 Jahren noch ziemlich häufig mit ihrer kleinen Schwester und mit mir Augenpflege macht. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass ich eines Tages vielleicht doch wieder durchschlafen darf.

  26. Ganz ganz großartig, ich habe vor lauter Spaß an Deinem Artikel just mein gerade eingeschlafenes Baby wieder wachgelacht. Aber das war es wert. Die große, die daneben liegt, befindet sich zum Glück schon im wunderbaren Durchschlafalter mit ihren vier Jahren. Lange nicht mehr so einen treffenden und urkomischen Blog gelesen. Danke dafür.

  27. Sehr zu treffender Beitrag der mir jetzt Angst vor der Zukunft macht ich hoffe seit nun fast 1 Jahr endlich wieder mal 8-10 std am Stück zu schlafen und wenn meine Tochter doch mal durch schläft wache ich alle 2-3 std auf und denke das meine Tochter gleich wieder wach wird da ist die Nacht Situation und wenn ich mal am Tag mit ihr schlafen kann liege ich neben ihr und schau ihr beim Schlafen zu und kann einfach nicht einschlafen obwohl ich total müde ist. Ich hoffe weiterhin auf Besserung

  28. Etwas wie Schlafmangel der Kinder wegen auf so kunstvolle Art zu beschreiben, hätte eigentlich einen Orden verdient. Sensationell! Ich habe es zweimal gelesen, weil es so toll geschrieben ist. Ich bleibe Dir künftig auf den Fersen. 🙂

  29. Als Nichtmama werde ich nie wieder den Kopf über schlurfende Zombieeltern schütteln. Man muss es wohl erleben – oder Deinen Blog lesen (was ich zweimal und mit großem Vergnügen getan habe) um auch zu verstehen, warum manche Eltern aussehen, als wären sie auf LSD.

  30. Nur für den Fall, dass hier jemand wegen „der/das Blog“ zu meckern anfangen sollte, und du diesem jemand ausgerechnet nicht durch das Gesicht schlecken willst, ein paar klugscheißerische Wurfgeschosse für dich:
    – deutsche Worte die auf -g enden sind in der Regel männlich
    – englische Substantive die eingedeutsch werden erhalten ihren Artikel auf unterschiedliche Arten: entweder semantisch (was für das Blog spräche weil es das Internettagebuch ist), oder phonologische (dann ist es der Blog wegen Reimanalogie zu der Schock/der Bock/ oder das Blog wegen Analogie zu das Log[buch]), oder graphemisch was hier entfällt da es kein gleiches oder ähnliches deutsches Wort gibt (bzw. mir keines einfällt), oder etymologisch, sprich basierend auf der Etymologie des Wortes wird geguckt welches Genus ein deutsches Wort mit gleicher Herkunft hat. Fällt mir gerade auch keines ein.
    Da sich der/das Blog noch in der Integrationsphase befindet sind Genusschwankungen normal. In ein paar Jahrzehnten werden wir sehen, was sich durchsetzt und auch der Duden erlaubt derzeit beides: http://www.duden.de/rechtschreibung/Blog.
    Ich bin übrigens ein Fan von „der Blog“ wie „der Schlaf, den ich nicht kriege weil ich blogge“ 😉 Zumindest in deinem Fall. Ich komme weder zum Schlafen noch zum (regelmäßigen) Bloggen 😀
    Liebste Grüße & danke für deinen tollen Blogpost :),
    ~Zesyra

  31. Kaum ist man mal acht Tage weg, bricht der Rechner zusammen beim Scrollen der achthundertausend Kommentare unter Deinem neuesten Werk. Ich bin nun achthunderttausendeins, mein Herz ist ein kleins aber es bubbert an deins. Und ja, natürlich hast du wie immer recht und eigentlich müsste ich auch schon längst im Bett sein, weil ich um vier ja wieder aufstehe und Breitcordhosen nähe in der dustren Küche mit meinen dustren Augenringen… die passen dann auch nie. Oder die Nähte halten nicht. Weil, halbblind im fahlen Schein einer Funzel und so… ach ist doch alles Quatsch… Gute Nacht. Und <3 <3 <3

  32. Bekomme ich als 100. Kommentatorin auch das Gesicht geleckt? Mein Gesicht wird zu 2/3 von Augenringen bedeckt. Bobo haben wir schon,er macht Urlaub, hat Geburtstag und wird gemobbt. Von mir. Ich hasse Bobo.
    Das Kind schläft seit 4.5 Jahren nicht durch. Gestern ist es nach mir schlafen gegangen.

    1. Fürs Gesicht lecken „das“ Zauberwort bitte…und die Anschrift natürlich. Außerdem fühle ich in allen Punkten mit Dir. Aber abgesehen von dem ganzen Hass den Bobo (zurecht) in uns erzeugt, ist er so herrlich öde und deshalb als Einschlafhilfe (für den Vorleser) wie geschaffen. Und jetzt ab ins Bett, weil ich gleich das Licht für das ganze Internet ausmache.

  33. Sehr amüsant geschrieben! Wenn ich könnte, würde ich mich jetzt beömmeln vor Lachen.
    Aber das geht leider nicht, da mein Kleiner gerade halb auf mir wälzend, an der Brust nuckelnd seinen wohlverdienten Schlaf findet und mein wackelnder Oberkörper beim Lachen nur dazu führen würde ihn zu wecken.
    Da verkneife ich es mir lieber 😉
    Werd deinen Blog aber gerne weiter verfolgen!

  34. Genialer Artikel! 🙂 <3
    Wird gleich mal geteilt!
    Möchte noch hinzu fügen, dass es nicht besser wird, wenn der Teeny abends ausgehen darf und man nicht schlafen kann, bis man (mitten in der Nacht) das Klicken der Tür vom zurückkommenden "Küken" gehört hat…
    Mein Blog ist, obgleich er zu 90% Frauenthemen enthält, auch eindeutig männlich!

    1. Danke <3 Und das mit den Teenies, die irgendwann nachts nach Hause kommen, hab ich mir auch schon vorgestellt…dabei ist es ja noch gar nicht so lange her, als meine Mutter nachts auf meine Rückkehr gewartet hat. *hust

  35. dein betrag ist sehr amüsant und soooo treffend … unendlich müde … nach 21 monaten zwillingsmama sein … wobei meine anna immer noch kaum 2h am stück schläft … kann ich nicht glauben, jemals wieder 8h ruhe in der nacht zu haben und nicht schlafen zu können 😉 … für denn fall dass es doch eintritt, wäre eine einschlafhilfe sicher nett. *schnarch*

  36. Dein Beitrag ist wirklich sehr treffend geschrieben. Ich denke es gibt kaum eine Mama, der es anders geht. Damals als mein Sohn geboren wurde, habe ich anfangs auch versucht, tagsüber noch das Defizit auszugleichen – Pustekuchen! Keine Chance! Mein Lütte schlief die ersten 5,5 Monate vollgestillt durch (von 22.30 bis 4), aber mit dem mobil werden und das selbst entpucken können, waren diese tollen Nächte vorbei – wobei es da auch mal die eine oder andere Nacht gab, wo er nicht durchschlief – doch diese konnte ich an einer Hand oder zwei abzählen. Danach wachte er bevorzugt DANN auf, wenn wir gerade ins Bett gingen und ich gerade in den Tiefschlaf wandern wollte – wohlgemerkt: Es war egal, wann wir ins Bett gingen, es war monatelang das gleiche Spielchen…

    Das Schlimmste für mich war vorallem, wenn ich in den ersten zwei Stunden nach dem Einschlafen geweckt wurde, weia… da werd ich schnell pissig. Doch kann unterstreichen: Frau gewöhnt sich an alles und so ein Prachtexemplar von Mann habe ich auch, der meint, dass ihm sein Schlaf heilig sei und ich als Mama ja tagsüber mit dem Lütten hinliegen könnte… weit gefehlt! Man gewöhnt sich an den wenigen Schlaf, keine Frage – allerdings geht das auch ganz schön auf die Konzentration. Unglaublich ist es dann, wenn man endlich wieder durchschlafen darf und genauso gerädert ist wie in den gestörten Nächten… doch auch an das erholsame schlafen gewöhnt man sich wieder – das zeigt uns doch, dass wir Menschen Gewohnheits“tiere“ sind 😉

    Im Übrigen:
    Mein Sohn schlief die ersten elf Monate bei uns, danach im eigenen Zimmer und mit 1,5 krabbelte er durch die Gitterbettöffnung nachts raus und kam zu uns ins Schlafzimmer. Bei unserem alten Futonbett ging es noch gut mit reinklettern und dann kam er so ziemlich jede Nacht bis 3,5 zu uns. Mal früher, mal später. Er kommt auch jetzt mit seinen fünf noch gerne zu uns, aber dies meist in den frühen Morgenstunden, wenn wir schon gut ausgeruht sind und fast der Wecker klingelt. Er ist seit Baby ein Frühaufsteher und schläft selten länger als 5.30. Meist steht er gegen 5 auf, manchmal auch eher und kommt dann zum kuscheln. Schlechte Nächte gibt es eigentlich nur noch 2-3 Tage vor Vollmond oder wenn er krank ist.

    Auch Dir wünsche ich ein gesundes neues Jahr 🙂

    P.S.:
    Allen Mamas die sich gerade in der oben beschrieben Situation befinden, wünsche ich viel Durchhaltevermögen und Vertrauen in das Kind – macht euch keinen Druck wegen dem Durchschlafen – es kommt von selber – gebt euch und eurem Kind die Möglichkeit. Im Übrigen sind wir in DE eine der wenigen Länder, wo die Kinder möglichst früh im eigenen Zimmer schlafen soll. Wir hatten „Familienbett“ und wir bereuen es nicht. Wobei wir unseren kleinen immer zuerst in sein Bett legten zum einschlafen und er dann irgendwann zu uns kam.

  37. Oh-oh. Ich glaube ich werde Morpheus in tiefster Dankbarkeit heute abend ein Pfund besten Darjeerlings opfern (Probier mal Schlafmangel, wenn du gegen den Geschmack von Kaffee nicht ankommst.)
    Mein kleiner Junge hat zwei Wochen nach dem Abstillen mit 13 Monaten angefangen durchzuschlafen und schafft es etwa jede dritte Nacht. Dafür steht er immer um 5 auf der Matte und will aufstehen. Interessiert ihn auch nicht, dass es noch drei Stunden stockduster ist.
    Und der große Junge übernimmt in der Regel die nächtliche Schnullersuche in den anderen zwei Nächten. (Weil Junior bei mir wesentlich anhänglicher und kuschelbedürftiger ist und länger braucht um wieder einzuschlafen.)

  38. huch, wie konnte das passieren, dass ich mich als mann hierher verirrt habe? *g*
    egal. wenn ich schon mal da bin …

    ich kann mich noch sehr gut an die ersten jahre meiner kleinen erinnern … die waren auch unterbrechungsreich. wobei meine frau und ich eine abmachung hatten basierend auf der tatsache, dass ich ein morgenmuffel und nachtmensch bin: ab 20 uhr war sie im bett und ich fürs kind zuständig bis 2 uhr / 3 uhr nachts, wenn ich dann in die falle falle 🙂 ab da dann wieder sie. und das hat hervorragend geklappt und keiner von uns beiden hatte zuviel schlafdefizit.

    zu bobo: der ist total an uns vorbeigegangen, hört sich aber ohrwurmverdächtig an *g*

  39. bin ich die einzige hier die verdammt noch mal überglücklich ist eine mutter zu sein und die kleinen kinkerlizchen in kauf nimmt???
    mein Sohnemann hat mit nicht mal 1,5 jahren beschlossen, kein Mittagsschläfchen mehr zu machen… und kommt jede nacht zu uns ins bett bzw. schläft bei uns im bett – wegen schlafmangel hätt ich mich aber dennoch noch nie beschweren können… ich konnte auch nicht auf hilfe von aussen warten, denn schläft mein mann, dann schläft mein mann, ob man ihm das bett unterm arsch davonstiehlt oder nicht – und es sei ihm gegönnt…
    ich liebe es mutter zu sein und wenn es das ist, was ich opfern muss, dann tu ich das – nicht für mein Kind sondern weil ich mich dazu entschieden habe eine mutter zu sein!!!

    1. Sorry, aber es hat sich hier glaub ich keiner beschwert, dass man ein Kind hat. Es wird auch niemand gesagt haben, dass er jetzt gerne auf sein Kind verzichten würde. Und wenn du es so empfindest, dann ist halt so. Ich für meinen Teil liebe meine Kinder abgöttisch, auch wenn ich seit mehr als 3 Jahren nie länger als 3 Stunden am Stück durchschlafen durfte und jede Nacht mindestens 3 mal auf darf und zwei Kinder im Elternbett habe. Und das man dass sagen darf, hat nichts mit fehlender Liebe oder unglücklichen Müttern zu tun, hier geht es einzig und allein um den Austausch mit anderen.

      1. Denk ich auch so! Mir tut es unheimlich gut, von so vielen zu hören, denen es genauso geht. Ich bin also doch keine unfähige Mutter, sondern es ist ganz normal – wie erleichternd 😀

    2. Ich denke es hat sich hier keiner beschwert oder dass er unglücklich ist oder es bereut ein Kind zu haben. Ich liebe meinen Sohn über alles und ich bin ebenfalls mehr als glücklich, ihn zu haben und ich habe keine schlaflose Nacht oder schlechte Nacht jemals bereut, auch wenn ich manchmal am Limit war und dann schlecht gelaunt bin – d.h. aber nicht, dass ich meine Laune am Kind ausgelassen habe oder es tun würde. Denn der Lütte kann ja nicht wirklich was dafür – ich habe diesen Weg gewählt und ich gehe ihn mit Liebe, Hingabe und Vertrauen, dass alles so ist, wie es für uns das Beste ist *lächel*

  40. Also darf ich nicht sagen, dass ich es nicht verstehe dass es einem so gehen kann??? Also geht das alles in die eine Richtung und niemals auch in die andere….. Schade!!!
    Ich bin keine Übermutter!
    Und ja: mein Sohn, mittlerweile 6, bringt mich ab und zu zur Weißglut, sodass ich ihn am liebsten aus dem Fenster werfen möchte (ich tu´s natürlich nicht!!! =)) – JEDOCH ist es nur ein Grund für mich einen Schritt zurück zu machen und mich zu fragen: „Was ist los mit mir?“ Ich analysiere meine Gedanken und Gefühle, nicht die meines Sohnes… ich hinterfrage wie es mir im Moment geht – dann muss ich immer feststellen, dass ich das Problem bin, dass bei mir etwas nicht im Reinen ist, denn ER reflektiert seine Bezugsperson – also mich!!
    Fazit: geht es mir nicht gut, kann es meinem Jungen nicht gut gehen!!!
    Meine Gelassenheit lässt mich deswegen nicht im Stich, da ich sie mir immer wieder zurückhole wenn sie glaubt sie müsse jetzt gehen! Und um die Dinge so sehen zu können hab ich vor einigen Monaten meine Wohnung REDUZIERT… ich hab alles unnötige weggeben – das hat mir die Gelassenheit gegeben auch mal über den 5 ungefalteten Wäschekorb drüber zu sehen oder die Wohnung unaufgeräumt zu lassen…
    denn man hat den Blick auf das WIRKLICH WICHTIGE gerichtet – das heißt bei mir dann halt auch schon mal dass ich um 7 ins Bett geh – dann steh ich auch ohne weiteres um 5 auf obwohl ich dann von meinem Sohn höre: „Ich will noch schlafen.“
    Tanja

  41. he, und irgendwann sind die kinnings groß und aus dem haus – da wünsche ich mir doch manchmal durchwachte nächte zurück…….

  42. Danke für diesen herrlichen und wahren Blog! Ich habe mich nach 15 Monaten Schlaflosigkeit immer noch nicht an den nicht vorhandenen Schlafrhythmus meines Sohnes gewöhnt. Nur auf eins ist verlass. Gehe ich ins Bett, wird er wach. Habe seit besagten 15 Monaten auch noch keine Nacht länger als 3 Std am Stück geschlafen und es gab Phasen da habe ich mich schon über 3 Stunden gefreut. Bin wirklich froh zu lesen, dass ich mit etwas Glück nur noch 1,5 -2,5 Jahre vom Durchschlafen entfernt bin. 😂

Kommentar verfassen