5 schlechte Vorsätze für ein gutes Jahr

Weniger Zeit für die Kinder

Das Leben eines jeden Menschen braucht Momente der inneren Einkehr. Da ich weder Zeit für eine 20-minütige Gesichtsmaske noch für einen 3-Tage-Star-Trek-Marathon habe, werde ich zumindest wieder damit anfangen, alleine auf die Toilette zu gehen.
Ich werde mir diese kleine Insel der Verdauungsprokrastination zurückerobern, ohne dabei Fragen wie „Sieht deins aus wie meins?“ oder „Können Mücken furzen?“ beantworten zu müssen.

Schlechter ernähren

Da ich mich schlichter körperlicher wie geistiger Gesundheit erfreue, benötige ich keinerlei unaufgeforderte Onlineshopangebote für Chlorella-Algen oder Basisches Wasser zur gründlichen Darmreinigung, weil es für eine gründliche Darmreinigung lediglich ab und an eine hastig im Stehen verzehrte Pommes/Currywurst und den o.g. Vorsatz „Weniger Zeit für die Kinder“ braucht.

Unbescheiden sein

Wenn mir jemand ein Kompliment macht, ist es völlig unerheblich, dass die erbrachte Leistung nach eigenem Ermessen keine Raketenwissenschaft darstellt, oder das neue Kleid ein billiges Schnäppchen war. Die korrekte Antwort auf anerkennende Äußerungen lautet „Danke“.
Oder je nach Situation ein – mit der asozialen Coolness von Karl Lagerfeld vorgetragenes – „Das stimmt“.

Weniger Sport

Da mir meine „bescheidenes Mädchen“-Erziehung bei der Einhaltung des Vorsatzes „Unbescheiden sein“ sehr viel Pobackenzusammenkneifen abverlangen wird, dürfte der künftige Verzicht von „Ja, aber…“-Antworten mehr als ausreichend sein, um in absehbarer Zeit einen äußerst knackigen Gluteus Maximus zu hinterlassen.

Hemmungslos betrinken

Seit vielen Jahren lebe ich bedingt durch das Fortpflanzungsbusiness und seine (selbst gewählten) Folgen vollkommen alkoholabstinent. Das alkoholischste, was ich seit 2007 zu mir genommen habe, war ein pflanzlicher Hustensaft.

Aber im nächsten Jahr wird (hoffentlich) der Zeitpunkt kommen, zu dem ich an irgendeinem Samstagabend nach dem Genuss von zwei Gläsern schwerem französischen Rotwein kolossal betrunken ins Bett fallen werde.

Und es wird wunderbar sein.


Für alle, die meinen Blog lesen.


Bei diesem Glas denk‘ ich zurück
An Euch, mit denen ich ein Stück
Auf meinem Weg gegangen bin;

Mit diesem Glas trink‘ ich im Sinn
Nach Süden, Osten, West und Nord
Und find‘ Euch in Gedanken dort,
Wo immer Ihr Zuhause seid.

Gefühlsduselbarde

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11 Gedanken zu “5 schlechte Vorsätze für ein gutes Jahr

      1. Herzlichen Glückwunsch!!!! Ich möchte dir gerne einen großen Topf virtuelle Gemüsesuppe mit hunderten von virtuellen, herrlich buttrigen Griesnockerln schenken, weil kein Mensch zur Geburt das x-te virtuelle Kapuzenbadehandtuch brauch. Von Herzen alles Liebe!

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      2. Vielen lieben Dank, jetzt hab ich Appetit! Ja, die Suppe wäre wirklich mal ein sinnvolles Geschenk gewesen! Du wirst nicht glauben, was ich vom Krankenhaus geschenkt bekommen habe: ein Kapuzen-Badetuch ^^ frohes Neues Jahr, liebe Andrea!

        Gefällt 1 Person

  1. Ich bin so froh, Dich und Dein(en) blog entdeckt zu haben! Wie schön, dass Du so schreibst, wie Du schreibst! Und jetzt einfach „Danke“ sagen 😉 Alles Gute für 2015 Dir!

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  2. Oh! Na das lob ich mir! Ich würd gerne mitmachen, wenn Du mir erklärst, wie man das schlechte Gewissen ausschaltet! 😉
    Ja, das mit dem allein auf Toilette gehen… ist auch mein fester Programmpunkt für 2015 – wie das wohl sein wird? Nicht, dass ich mich dann einsam fühle… 😀

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